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Barcelona erleidet Schiffbruch gegen Bayern
Aus Sport-Clip vom 15.08.2020.
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Nach 2:8-Debakel gegen Bayern Barcelona: Zeit, das Undenkbare zu denken?

Welche Konsequenzen wird das 2:8 von Barcelona gegen Bayern haben? Trainer Setién muss wohl gehen – was macht Messi?

Eine Schande. Eine historische Erniedrigung. Eine Lachnummer. Oder die Mutter aller Debakel Barças. Die spanische Presse hält sich nach dem 2:8 der Katalanen gegen Bayern München nicht zurück.

«Wir sind am Tiefpunkt angekommen», meinte denn auch Verteidiger Gerard Piqué. «Das ist ein fürchterliches Spiel, ein desaströses Ergebnis. Eine Demütigung, das ist das Wort.»

Noch kann nur spekuliert werden, welche Auswirkungen eine der wohl schlimmsten Niederlagen in der stolzen Geschichte Barcelonas haben wird. Klub-Präsident Josep Maria Bartomeu entschuldigte sich bei den Fans und kündigte Konsequenzen an.

Setién muss wohl gehen

«Es gibt einige Entscheide, die wir bereits getroffen haben und andere, die wir die nächsten Tage treffen werden. Es wird in der kommenden Woche Mitteilungen geben, wir müssen Entscheide treffen, nachdem sich die Dinge beruhigt haben», sagte Bartomeu.

Was ziemlich sicher erfolgen dürfte, ist die Entlassung von Trainer Quique Setién. Der 61-Jährige machte sich nach der historischen Pleite auch keine Illusionen. «Natürlich minimieren sich die Chancen für mich», sagte er.

Was macht Messi?

Und dann sind da auch noch die nicht enden wollenden Spekulationen um Lionel Messi. Der argentinische Ausnahmekönner wird immer wieder in Verbindung mit Inter Mailand gebracht. Wie italienische Medien schon Anfang dieser Woche berichtet haben, soll sich der 33-Jährige in Mailand ein Penthouse unweit von Inters Hauptquartier gekauft haben.

Lionel Messi während dem Spiel gegen die Bayern.
Legende: Konnte es nicht mehr fassen Lionel Messi während dem Spiel gegen die Bayern. Keystone

Messis Vertrag bei Barça läuft im Sommer 2021 aus. Die Verhandlungen über eine Verlängerung soll der sechsfache Weltfussballer laut Radiosender Cadena Ser gestoppt haben.

Blutauffrischung wäre willkommen

Bereits nach dem verpassten Meistertitel Mitte Juli hatte sich Messi ungewohnt scharf und kritisch gegenüber dem eigenen Klub geäussert. «Das spiegelt das ganze Jahr wider. Wir waren sehr inkonsequent und sehr schwach», sagte er damals und bezweifelte die Konkurrenzfähigkeit seines Teams. In dieser Annahme dürfte er nun bestätigt worden sein.

Kommt es nun tatsächlich zu einer Zäsur, die noch vor kurzem undenkbar schien? Was dafür spricht: Diverse Leistungsträger scheinen den Zenit überschritten zu haben. Piqué, Luis Suarez, Ivan Rakitic, Arturo Vidal, Sergio Busquets, Jordi Alba oder eben auch Messi sind teilweise deutlich über 30 Jahre alt. Die Zeit für eine Blutauffrischung wäre gekommen.

Und will Messi seine Klasse noch in einer anderen Top-Liga in Europa beweisen, müsste der Wechsel wohl bald erfolgen, solange er noch in der Lage ist, Spiele im Alleingang zu entscheiden.

Am Ende doch nur eine Niederlage

Was dagegen spricht: In keinem anderen Team hat Messi so einen Status wie bei Barcelona. Ob er das alles einfach so hinter sich lassen würde, ist mehr als fraglich. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass Barcelona mit Messi eine bittere Niederlage einstecken muss, einen Meistertitel verpasst oder in der Champions League vorzeitig scheitert.

Aufgestanden sind die Katalanen immer wieder. Am Ende ist das 2:8 einfach eine Niederlage in einem CL-Viertelfinal, auch wenn das Resultat und das Zustandekommen indiskutabel waren.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Der Trainer, eine Marionette, die Stammspieler behäbig und satt, die Ergänzungsspieler nicht tauglich auf diesem Niveau, die Jungen haben zu wenig Einsatzzeit. Messi soll gehen, der braucht noch mal eine Herausforderung. Das Kader muss bereinigt werden. Lenglet, Griezmann, de Jong sind ein Ausfall. Lenglet zu schwach, Griezmann hat keine Bindung zumTeam. Was de Jong gegen Bayern gezeigt hat, würde eine Entlassung rechtfertigen. Rumstehen, kaum Zweikämpfe gewonnen, null Impulse, lustlos, faul.
  • Kommentar von Heinz Hugentobler  (John F.)
    Messi hat Barca ungeheuer viel gegeben und seine "Schuld" diesem Verein gegenüber mehr als abgetragen. Wenn er gehen möchte, ürden das viele verstehen. Da das Spielsystem Barcas sehr auf ihn ausgerichtet ist, was ein Topteam früher erlaubt hat, nun aber das "alte" Team schwächer geworden ist, genügt es, Messi zu kontrollieren. Fussballfreunde sollte das aber auch freuen: Auch ein Messi genügt nicht, es ist immer noch ein Mannschaftssport.
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Da hat eine Manschaft gegen den Trainer und den Präsidenten gespielt. Vor allem nach dem vierten Tor. Sie wollten ein Zeichen setzten und nun Druck auf den Präsidenten und den Trainer machen. Zudem ist ein Umbruch notwendig die Führung hat es verpasst dies einzuleiten und mit schlechten Transfers Barcelona schlechter gemacht.