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Champions League Reals Coentrao: Vom Raucher zum Helden

Fabio Coentrao hat im Trikot von Real Madrid beim 1:0-Sieg gegen Bayern München eines seiner stärksten Spiele gezeigt. Der Portugiese bewies seinen Kritikern, dass er besser ist als sein Ruf.

Legende: Video Wie Bayern das 0:1 aus dem Hinspiel verdaut abspielen. Laufzeit 03:44 Minuten.
Aus sportaktuell vom 24.04.2014.

Ob zwischen Fabio Coentrao und Real Madrid doch noch so etwas wie Liebe entsteht, ist ungewiss. Der linke Aussenverteidiger machte jedenfalls am Mittwochabend im Bernabeu-Stadion den ersten Schritt. Als Besten des Teams lobte ihn die Sportzeitung Marca: «Es war sein bester Abend als Real-Spieler. Er rackerte, stopfte alle Löcher und gab sogar den Pass zu Benzemas Tor.»

Legende: Video Reals Bilderbuchkonter zum 1:0 gegen Bayern abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus sportlive vom 23.04.2014.

Die jüngste Entwicklung von Coentrao, der seit 3 Jahren bei Real unter Vertrag steht, ist höchst erstaunlich. Bis zum Achtelfinal-Rückspiel gegen Schalke 04 hatte er in der laufenden Champions-League-Saison keine Minute für Real bestritten. Als linker Aussenverteidiger war der offensiv stärker eingeschätzte Brasilianer Marcelo stets gesetzt. Doch dieser verletzte sich Ende März.

Als Coentrao im Ligaspiel gegen Osasuna Mitte Januar nach zweimonatigem Ersatzdasein endlich wieder einmal spielen durfte, flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Die Geduld der Real-Fans schien aufgebraucht.

Coentrao wird zu «Cointreau»

Richtig warm wurden die Real-Anhänger und der wasserstoffblonde Schlaks nie. Im Mai 2013 liess sich Coentrao im portugiesischen Fachblatt O Jogo mit den Worten zitieren: «Seit dem ersten Tag in Madrid fühle ich mich unerwünscht. Ich weiss nicht, was ich den Leuten hier getan habe.» Letzten Sommer wollte der 26-Jährige Madrid – nicht zum ersten Mal – verlassen. Doch Real-Trainer Carlo Ancelotti sprach ihm das Vertrauen aus.

In der Kritik stand der Portugiese, weil immer wieder Bilder auftauchten, die ihn mit Zigarette im Mund zeigten. «Rauchen ist schlecht, doch Coentrao ist schlechter», spottete man im Land des Weltmeisters. Unsteten Lebenswandel sagte ihm die Presse nach und verlieh im schnell den Übernamen «Cointreau». Mit dem Likör wird der 43-fache Nationalspieler seit seinem halbjährigen Abstecher zu Zaragoza 2008 assoziiert. Coentraos Nachbarn hatten sich über exzessive Feste bis weit in die Morgenstunden beschwert.

Im Sommer 2011 holte ihn der damalige Real-Trainer José Mourinho von Benfica Lissabon nach Madrid. Auch Bayern München hatte ihn damals auf dem Wunschzettel. 30 Millionen Euro Ablösesumme hätten die Deutschen im Gegensatz zu den Königlichen aber nicht bezahlt. Die Investition könnte sich nun für Real bezahlt machen.

Legende: Video Highlights Real - Bayern abspielen. Laufzeit 02:39 Minuten.
Aus sportlive vom 23.04.2014.

6 Kommentare

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  • Kommentar von André P., ebikon
    bei der Szene zum 1:0 naja Coentrao gibt den Assist toll, aber für mich der wichtigste Pass für das Tor war der von Ronaldo der perfekte Länge hatte auf Coentrao, ohne den Pass wäre gar nix passiert...also aufgrund dieser Szene ist Coentrao sicherlich keine Held, er hat einfach den Ball erhalten und dann nach rechts gepasst und wahrscheinlich per Zufall ging der dann zwischen die Beine des Verteidigers....
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  • Kommentar von D. Häberlin, Berlingen
    Ich werde den Verdacht nicht los, dass das Verhalten der Real-Fans gegenüber Coentrão nur dadurch zu erklären ist, dass er Portugiese ist (die Rivalität zwischen Spanien und Portugal ist vergleichbar mit der Rivalität zwischen der Schweiz und Deutschland). Wenn dem so ist, sollten sich die Fans wirklich schämen. Schliesslich hat man ja in den letzten Jahren gesehen, dass er ein absolut fähiger und vielseitig einsetzbarer Spieler ist. Bin schon mal gespannt, was er an der WM zeigen wird.
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    1. Antwort von C. S., Wallis
      @ D. Häberlin: Genau so wie sie Ronaldo und Pepe hassen, beides auch Portugiesen! Wohl kaum! Keine Ahnung von nichts..
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    2. Antwort von F. Ondelli, Oberurnen
      Deshalb ist Ronaldo auch so unbeliebt. Was für ein Schwachsinn! Coentrao hat anfangs einfach keine Leistung gebracht, deshalb waren die Pfiffe auch verständlich. Jetzt ist er in seiner besten Zeit und da sieht man, dass sich die 30 Millionen gelohnt haben.
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  • Kommentar von Hansi Hinterseer, Julier
    Soo schöön
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