106 Tore hat Ajax Amsterdam nach 30 Spieltagen in der niederländischen Liga erzielt. Auch in der Königsklasse hat sich die Ajax-Offensive mit 17 Toren in 9 Spielen einen Namen gemacht.
Doch wer steckt hinter der Tormaschinerie des Kult-Klubs? Es gilt vor allem 4 Spieler herauszuheben, die in ihren Rollen unterschiedlicher kaum sein könnten.
- Dirigent Dusan Tadic
Ob Spielmacher, Flügel oder Sturmspitze: Der 30-Jährige kann alles spielen. Mit seiner eigenen Spielart interpretiert er die Positionen jeweils so, dass sie ihm liegen. Oft steht er tiefer, um sich Bälle zu holen und dann durch seine Kreativität die Offensive anzukurbeln. Tadic ist der wichtigste Amsterdamer Angreifer. Er hat die besten Skorerwerte und noch keine Champions-League-Minute verpasst.
- Mit Zug zum Tor: Hakim Ziyech
Der Marokkaner besetzt im Ajax-Angriffdreizack beinahe immer die rechte Seite. Der Linksfuss ist ein tüchtiger Spieler, der gerne den Weg zum Tor sucht. Besonders in der Liga zeigt sich diese Vorliebe hocheffektiv: 30 Torbeteiligungen in 25 Spielen sprechen eine klare Sprache.
- Klaas-Jan Huntelaar, der Mann für die Liga
Stürmer Klaas-Jan Huntelaar ist der Mann für die Ligatore (14). In der Eredivisie erzielt der 35-Jährige im Schnitt alle 80 Minuten ein Tor. Paradox: In der Champions League kommt Huntelaar erst auf 91 Minuten Einsatzzeit von möglichen 810. Meist stellt Trainer Erik ten Hag in diesen Spielen Tadic im Sturmzentrum auf. Huntelaar gibt sich mit dieser Rolle zufrieden – weil die Mannschaft stets gut spiele.
- Flügelmotor David Neres
Mit 22 Jahren ist er der Jüngste des Offensivquartetts. David Neres fällt besonders durch seine hohe Laufbereitschaft und seine Qualität als Vorbereiter auf. Der Brasilianer erkämpfte sich im Laufe der Saison einen fixen Stammplatz und ist unverzichtbarer Teil der Tormaschinerie. Im Hinspiel gegen Juventus Turin traf er zum 1:1.
Auf die Ajax-Offensive wartet mit dem defensivstarken Juventus nun die grösste Knacknuss der Saison. In 44 Saisonspielen hielten die Turiner 24 Mal ihren Kasten sauber, kassierten nur 32 Tore.
Champions League
Sendebezug: «sportlive» auf SRF zwei vom 10.04.2019 um 20:10 Uhr