Yann Sommers unglücklicher CL-Abend

Yann Sommer ist bei Borussia Mönchengladbachs Comeback in der Königsklasse keine echte Hilfe gewesen. Der Schweizer Nati-Keeper zog beim 0:3 in Sevilla einen schwarzen Abend ein - auch wenn der Unparteiische eine seiner Interventionen streng ahndete.

Eine Halbzeit lang hielt Gladbach bei Europa-League-Sieger Sevilla das 0:0. Kurz nach Wiederanpfiff wurde Sevillas Vitolo drei Meter vor der Torlinie angespielt, Sommer stürzte sich gleichzeitig auf den Ball, Vitolo stolperte über die Hände des Schweizer Keepers - und der tschechische Schiedsrichter Pavel Kralovec entschied auf Penalty.

«Grösster Schauspieler der Welt»

«Ich hab' mich geärgert, dass bei 0:0 ein solcher Elfmeter gepfiffen wird, denn ich habe den Ball berührt», sagte Sommer nach der Partie. «Aber wir müssen nicht mehr darüber diskutieren, letztlich haben wir klar verloren.» Deutlicher wurde Trainer Lucien Favre: «Wir kennen Vitolo. Er ist der grösste 'Show-Spieler' der Welt.»

0:3 praktisch ein Eigentor

Das 1:0 vom Elfmeterpunkt durch Kevin Gameiro sollte bereits die Entscheidung zuungunsten der Gäste sein, die in der Folge offensiv harmlos auftraten. Für Sommer wurde der Abend noch trüber: In der 84. Minute lenkte er eine Konopljanka-Flanke ins eigene Tor ab - welch Unterschied zu vielen CL-Nächten mit dem FC Basel, als Sommer oft zu Hochform auflief.

An diesen Erinnerungen muss sich der Schweizer im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in Bundesliga und Champions League aufrichten.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.9.2015, 20:00 Uhr