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Confederations Cup Brasilien gewinnt den Confed Cup

Brasilien hat den Final des Confed Cups in Rio de Janeiro gegen Spanien mit 3:0 gewonnen und damit den Titel 4 Jahre nach dem Triumph in Südafrika erneut erfolgreich verteidigt. Weltmeister Spanien erlebte einen rabenschwarzen Abend.

Die brasilianische Fussball-Party war längst in vollem Gange, als Schiedsrichter Björn Kuipers die 2. Halbzeit anpfiff. Und 114 Sekunden später war dann auch die Partie endgültig entschieden. Fred hatte eingenetzt und auf 3:0 für den Gastgeber gestellt.

Fred mit 2 Toren

Für den Fluminense-Stürmer war es der 5. Treffer am Turnier und der 2. am Final-Abend. Schon in der 1. Hälfte hatte der 29-Jährige ein «Blitz-Tor» erzielt. 92 Sekunden waren erst gespielt, als er Spanien-Keeper Iker Casillas im Liegen bezwang und das mit 73'500 Zuschauern gefüllte Maracana-Stadion in ein Tollhaus verwandelte. «Das frühe Tor war wichtig, weil es uns Moral gegeben hat», sagte Fred.

Für das 2:0 war dann Superstar Neymar besorgt, der den Ball in der 44. Minute wuchtig in die linke obere Torecke drosch.

Müde Spanier ohne Chance

Brasiliens 2:0-Führung zur Pause war hochverdient. Die «Seleçao» hatte Spanien dominiert und dem Weltmeister mit aggressivem Pressing das Leben schwer gemacht.

Bis auf einen Weitschuss von Andres Iniesta war den Iberern lange nichts gelungen. Einem Torerfolg nahe kam die Mannschaft von Vicente del Bosque in der 41. Minute, doch David Luiz klärte Pedros Abschluss auf der Linie. Spanien wirkte müde und nach dem anstrengenden Halbfinal gegen Italien ausgelaugt.

Rote Karte und verschossener Elfer

Während Brasilien der 4. Confed-Cup-Titel früh sicher war, erlebten die Spanier einen Abend zum Vergessen. In der 54. Minute verschoss Sergio Ramos einen Foulelfmeter und eine Viertelstunde später sah Gerard Piqué nach einem Foul an Neymar die rote Karte.

Brasilien löst die Schweiz ab

Damit hat das Team von Luiz Felipe Scolari den Titel, den es vor 4 Jahren in Südafrika gewonnen hat (3:2 gegen die USA), erfolgreich verteidigt und als erste Mannschaft überhaupt den Konföderationen-Pokal 3 Mal in Serie geholt. Für Spanien bedeutete das 0:3 die erste Niederlage in einem Ernstkampf seit dem 0:1 an der WM 2010 gegen die Schweiz und 29 Pflichtspielen.

9 Kommentare

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  • Kommentar von jc.heusser, erstfeld
    Wenn Brasilien das bis zur WM-2014 "durchzieht", können sich alle Gegner "warm anziehen" . . . .
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Leider war es noch nicht der WM-Final, aber es sieht für das nächste Jahr gut aus. Wir dürfen diesen Sieg nicht überbewerten, weil die Spanier einen Ruhetag weniger hatten - eine komische Planung durch die FIFA, beide Halbfinals hätten ohne weiteres am gleichen Tag gespielt werden können. Immerhin scheint Felipe Scolari jetzt die richtige Mischung mit neuen aufstrebenden Jungs gefunden zu haben, zudem ist auch der gelegentliche "Fliegenfänger" Julio Cesar wirklich gut geworden.
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  • Kommentar von B. Zschokke, Spreitenbach
    Brasilien hat klar gewonnen, sie gehören zu den grössten Favoriten an ihrer WM. Aber die spanischen Fans haben noch eine Hoffnung: bis jetzt hat noch kein Team den Confed-Cup und die WM hintereinander gewinnen können! Hätte Brasilien ihr Tor nicht so früh gemacht, hätte die Partie auch ganz anders ausgehen können.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      "Flüche" sind auch dafür da, dass sie eines Tages gebrochen werden, und die Chance dazu war noch nie so gross wie diesmal. Die Spanier dürfen noch nicht ganz abgeschrieben werden, der eine Ruhetag weniger war ihnen deutlich anzumerken. Die Brasilianer werden sich hüten, sich vorzeitig als Weltmeister zu fühlen. Das ging im Jahr 1950 schon einmal schief, deshalb sehen sie sich diesmal vor. Ich lege mich schon heute fest: Einer dieser beiden Finalisten wird 2014 Weltmeister.
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  • Kommentar von M. Sucher, Aarau
    Der Schiedsrichter hat absolut zu Recht in der 1. Halbzeit nur gelb und in der 2. rot gezückt. Es geht nämlich schon lange nicht mehr darum, ob jemand hinterster Mann ist, sondern ob es sich um die Vereitelung einer klaren Torchance handelt. Und in der 1. Halbzeit war der Pass viel zu lange - der Torwart hätte diesen zuerst erreicht.
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    1. Antwort von ein antworter, bern
      hahaha als wäre NEYMAR eine schnecke, natürlich hätte er denn noch erreicht!!!!!!!
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    2. Antwort von O. Laube, Luzern
      @Sucher: Falsch. Es geht nur um den hintersten Mann. Der Schiedsrichter hätte in der 1. Halbzeit rot ziehen müssen. Ob der Stürmer den Ball noch erreicht oder nicht ist kein Kriterium. Wenn der letzte Mann bei einem eingeleiteten Angriff gefoult wird, gibt's rot. In der 2. war Piqué nicht letzter Mann und hätte folglich gelb sehen müssen. Die Situation in der 2. Hz. war auch keine klare Torchance: Dieses Argument, dass keines ist, hätte diese rote Karte also auch nicht gerechtfertigt.
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    3. Antwort von jawohl ja, zu hause
      @Laube Falsch. Es geht, wie von Sucher schon geschrieben, darum, ob eine Torchance verhindert wird. Und Neymar hat den Ball schon an Pique vorbei geschoben und hätte alleine auf Casillas laufen können.
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    4. Antwort von M. Sucher, Aarau
      @Laube: Wissen Sie, wie man einen Laien von einem Schiedsrichter unterscheidet? Ich schon... Gruss von einem ehemaligen Schweizer Talent-Schiedsrichter... :-)
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