Andrej Jarmolenko: Ein Wunderkind wird erwachsen

Vom Blätterwald zum legitimen Nachfolger von Andrej Schewtschenko geschrieben, hat sich Andrej Jarmolenko auf dem Rasen eine eigene fussballerische Identität erspielt. Heute gastiert er mit Dynamo Kiew in Thun.

Seine Klasse stellte Jarmolenko auch beim 3:0 gegen den FC Thun unter Beweis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht zu bremsen Seine Klasse stellte Jarmolenko auch beim 3:0 gegen den FC Thun unter Beweis. Keystone

Im Sommer gehörte Andrej Jarmolenko zu den umworbendsten Spielern auf dem europäischen Fussballmarkt: Zusammen mit der halben Premier League machte auch José Mourinho Jagd auf das Wunderkind des ukrainischen Fussballs.

Anstatt Chelseas Kabinett der Jahrhunderttalente um Eden Hazard und Oscar zu ergänzen, blieb Jarmolenko seinem Stammklub Kiew treu.

Jarmolenkos Traumtor gegen Thun («sportlive»)

1:09 min, vom 24.10.2013

Der «neue Schewtschenko»?

Damit verhindert der 23-Jährige weitere Vergleiche mit seinem vermeintlichen «Alter Ego» Andrej Schewtschenko, der von 2006-2009 für die Londoner aufgelaufen war. Bei näherer Betrachtung erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten aber beim Vornamen: Wo «Sheva» kaltblütig vollstreckte, schlägt Jarmolenko Finten im Stile Arjen Robbens.

Mit seiner seltenen Begabung als Torschütze und Passgeber hat der Ukrainer zudem eine ganz eigene fussballerische Identität entwickelt. Ob die Kombination ausreicht, damit dereinst der «neue Jarmolenko» gesucht wird, bleibt abzuwarten.