Basel trifft im EL-Halbfinal auf Chelsea

Hammerlos für den FC Basel in der Europa League: Der Schweizer Meister bekommt es nach seinem Coup gegen Tottenham im Halbfinal mit dem amtierenden Champions-League-Sieger FC Chelsea zu tun. Dies ergab die Auslosung in Nyon.

Nach Tottenham im Viertelfinal wartet auf die Basler erneut ein Kräftemessen mit einem Premier-League-Vertreter. Der FC Chelsea belegt in der heimischen Liga derzeit den 3. Rang. Im Hinspiel am 25. April tritt der FCB im heimischen St. Jakob-Park an. Eine Woche darauf folgt das Gastspiel an der Stamford Bridge.

Duell gegen den amtierenden CL-Sieger

Die Londoner, welche im Mai 2012 in München gegen Gastgeber Bayern erstmals in der Champions League triumphiert hatten, eliminierten im Viertelfinal Rubin Kasan mit dem Gesamtskore von 5:4. Basel und Chelsea standen sich noch nie in einem Wettbewerb gegenüber.

FCB-Coach Murat Yakin zeigte sich erfreut über die Auslosung: «Chelsea ist natürlich ein fantastischer Gegner für uns, wir freuen uns sehr auf diesen Topklub.» Der ehemalige Nationalspieler hat mit den «Blues» noch eine Rechnung offen: Mit dem VfB Stuttgart hatte er 1998 den Final im Cup der Cupsieger verloren. «Chelsea lebt von seinen grossartigen Spielern. Wir werden gefordert sein.»

Gute Erfahrung mit britischen Teams

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Rückblick: Der Coup des FCSG

Chelsea hat schlechte Erinnerungen an die Schweiz: Im Jahr 2000 scheiterten die «Blues» mit Spielern wie Gianfranco Zola oder Roberto Di Matteo in der 1. UEFA-Cup-Runde am FC St. Gallen. Die Ostschweizer gewannen das Hinspiel mit 2:0 (Torschützen: Sascha Müller und Charles Amoah), das Rückspiel ging mit 1:0 an Chelsea.

Der FCB hat in der Vergangenheit gegen britische Gegner stets eine gute Falle gemacht: Liverpool, Celtic Glasgow, Manchester United und zuletzt Tottenham - sie alle waren in den letzten Jahren an den «Bebbi» gescheitert. «Die Briten spielen einen Fussball, bei dem man weiss, wie er funktioniert», so Yakin. «Sie sind athletisch und geben Gas. Ganz im Gegensatz zu den Spaniern, bei denen man froh sein muss, wenn man den Ball sieht.»

«...im Final gegen Fenerbahçe»

Als Traumlos möchte Yakin Chelsea aber nicht bezeichnen. Der 38-Jährige mit türkischen Wurzeln hatte auf ein Duell mit seinem Ex-Klub Fenerbahçe gehofft: «Das wäre eine Herzensangelegenheit geworden», so Yakin, der von 1998 bis 2000 (mit Unterbrechung) für Fenerbahçe gespielt hatte. «Aber jetzt nehmen wir den Umweg über Chelsea und spielen dann im Final gegen 'Fener'.» Die Türken duellieren sich mit dem portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon.