Die Enttäuschung über das Schweizer Abschneiden

Erstmals seit 7 Jahren überwintert kein Schweizer Klub europäisch. Beim FCZ ist man zwar zufrieden mit der eigenen Kampagne, aber nicht mit der Gesamtbilanz.

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Reaktionen auf das Out des FCZ und das Schweizer Abschneiden

3:35 min, vom 8.12.2016

In der Saison 2009/10 waren letztmals alle Schweizer Vertreter in der Gruppenphase gescheitert (Basel in der EL, der FCZ in der CL). 7 Jahre später wiederholt sich dieses Szenario.

Forte dachte nicht nur an den FCZ

«Wir sind enttäuscht, dass wir nichts für das Ranking tun konnten», sagte FCZ-Trainer Uli Forte nach dem 0:2 gegen Osmanlispor. «Selbst beim 0:1 dachte ich ‹hoffentlich machen wir das 1:1, dann gibt es wenigstens einen Punkt›. Denn es gibt Veränderungen im Reglement. Und wir wissen nicht, wie das aussehen wird für den Schweizer Fussball», bilanzierte Forte.

Was Forte meint: Am Freitag wird die Uefa in Nyon die Champions-League-Reform durchwinken. Die Nummer 12 des Uefa-Rankings, aktuell die Schweiz, erhält ab 2018 keinen fixen Startplatz mehr. Der Schweizer Meister kann die Champions League nur noch über die Qualifikation erreichen, da ein Platz in den Top 10 ausser Reichweite liegt. Und über die Quali und Playoffs werden ab 2018/19 nur noch 6 statt bisher 10 Plätze vergeben. Der Weg wird also steiniger.

Schweiz auf Stufe Aserbaidschan

In der Saison 2017/18 hat der Schweizer Meister noch einen CL-Startplatz auf sicher. Ein Blick auf die Fünfjahreswertung zeigt deutlich, dass die Tendenz der Schweizer Klubs abwärts zeigt. Heuer kommt man auf den schlechtesten Wert der letzten Jahre, liegt auf Platz 20 des Länder-Rankings (hinter Schottland und vor Aserbaidschan). Mittelfristig belastet dieser Ausreisser nach unten das Konto erheblich.

Für die Saison 2018/19 massgebliche Wertung


12/13
13/14
14/1515/1616/17Total
11. Tschechien
8.5008.0003.8757.3005.30032.975
12. Schweiz
8.3757.2006.9005.3004.30032.075
13. Holland
4.2145.9166.0835.7506.70028.663

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.12.2016, 16:50 Uhr