FC Lugano: 15 Jahre warten und nun dies

Erstmals seit 15 Jahren spielt der FC Lugano wieder europäisch. Doch die Freude über das Comeback ist getrübt – aus sportlichen und organisatorischen Gründen.

Lugano-Spieler Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gibt's für Lugano auch in der israelischen Wüste etwas zu feiern? EQ Images

Noch überwiegt im Tessin die Freude: «Die Begeisterung ist gross, die Erwartungen sind hoch», sagt RSI-Sportjournalist Omar Gargantini. Am Donnerstag startet der FC Lugano zur Europa-League-Gruppenphase (20:55 Uhr SRF zwei).

Die Freude könnte aber bald der Ernüchterung weichen:

  • 2750 km musste Lugano reisen, um zum 1. Gruppenspiel ins südisraelische Be'er Scheva gelangen
  • 33 Grad werden am Rande der Negev-Wüste vorhergesagt, immerhin sollen die Temperaturen bis zum Anpfiff um 22 Uhr Ortszeit auf 26 Grad sinken.
  • Attraktive Gruppengegner heissen anders. Neben Hapoel Be'er Scheva trifft Lugano auf Steaua Bukarest und Viktoria Pilsen.
  • Auswärts zuhause: Weil das Cornaredo den Uefa-Anforderungen nicht genügt, finden die Heimspiele in der Luzerner swissporarena statt. Gargantini hofft, dass für das erste Heimspiel 4000 bis 5000 Tessiner den Weg in die Innerschweiz auf sich nehmen.
  • Prämie wieder weg: Die Teilnahme an der Gruppenphase bringt Lugano 3 Millionen Franken ein, mindestens 1 Million kosten nach Aussagen Gargantinis alleine die Spiele in Luzern. Zudem ist die Mannschaft teurer als letzte Saison.

So bleibt nur eins: «Einige Punkte holen» (Gargantini), die Gruppenphase überstehen, im 1/16-Final das grosse Los ziehen und dann von 1995 träumen, als Lugano sensationell im San Siro Inter Mailand schlug:

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«Viva il Ticino»: Luganos magische Mailänder Nacht

0:56 min, vom 13.9.2017

Sendebezug: Radio SRF 1, 13.8.17, Morgengespräch, 06:20 Uhr