Lange Reise, mieser Rasen, neue Zuversicht

YB steht nach der 0:1-Heimniederlage gegen Karabach im Rückspiel der Europa-League-Playoffs unter Druck. Zu schaffen dürfte den Bernern neben der langen Anreise auch der Rasen machen. Hoffnung gibt aber der jüngste Sieg.

YB-Interimscoach Harald Gämperle klatscht in die Hände. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Will «eine gewisse Wut» sehen YB-Interimscoach Harald Gämperle. Keystone

Weite Reise:

3440 Kilometer Luftlinie liegt zwischen Bern und Baku, wo Karabach seit 22 Jahren seine Heimspiele austrägt. Noch nie musste YB für ein Europacup-Spiel so weit reisen wie nach Aserbaidschan. Doch das soll kein Problem sein, wie Gregory Wüthrich sagt: «Wir konnten uns auf den langen Flug einstellen.» Es seien alle genug professionell, dass sie sich trotzdem seriös vorbereiten können.

Üble Rasenqualität:

Das grosse Thema vor dem Rückspiel ist der Rasen. Vor drei Wochen hatten sich schottische Medien nach Celtics Gastspiel gegen Agdam trotz des Weiterkommens über das «Geläuf» beschwert, das von der Beschaffenheit eher einer Pferderennbahn denn einem Fussballplatz ähnelt. Nachdem vor dem YB-Spiel kurzzeitig eine Verlegung im Raum gestanden hatte, legte die UEFA nach einer Platzinspektion fest, dass keine «gesundheitsgefährdenden Umstände» vorlägen.

Mehr Selbstbewusstsein:

Auch wenn die Ausgangslage für die Berner nach dem 0:1 zuhause besser sein könnte, ist man zuversichtlich. Leonardo Bertone sagt: «Das Selbstvertrauen ist nun sicher grösser als am Donnerstag.» Der 3:1-Sieg in Sion am Sonntag war ein Lebenszeichen, «aber erst der erste Schritt», verspricht Steve von Bergen und fordert wieder eine solche Mentalität und Mannschaftsleistung. Interimscoach Harald Gämperle will «eine gewisse Wut» sehen.

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YB zeigt gegen Sion Moral

5:16 min, aus sportpanorama vom 23.8.2015

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 23.8.15, 18:15 Uhr