Ramona Bachmann: «Hätten es nicht besser treffen können»

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat bei der erstmaligen WM-Teilnahme Grosses vor. Stürmerin Ramona Bachmann sprach im «sportpanorama» über die Auslosung für die Endrunde in Kanada sowie den Aufschwung der Schweiz.

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Ramona Bachmann im Gespräch

9:08 min, aus sportpanorama vom 7.12.2014
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Zur Person

Ramona Bachmann.

Ramona Bachmann. EQ Images

Ramona Bachmann wurde am 25. Dezember 1990 in Malters geboren. Anfang 2007 wechselte sie vom FC Luzern Frauen nach Schweden zu Umea. 2010 spielte sie in den USA für Atlanta Beat, ehe sie 2011 zu Umea zurückkehrte. Seit 2012 läuft die Stürmerin für Rosengard auf (ehemals Malmö). Für die Schweizer Nati erzielte sie in 58 Einsätzen 32 Tore.

Am Samstagabend erlebten die Schweizer Nationalspielerinnen ein Novum: Sie fieberten bei der Gruppen-Auslosung der nächsten Frauen-WM mit, an der sie erstmals selber dabei sein werden. Mit Titelverteidiger Japan sowie Kamerun und Ecuador bekam die Nati eine attraktive Gruppe zugelost.

Topmotiviert ins Duell mit Japan

«Besser konnten wir es nicht treffen», so Ramona Bachmann. Sie sei froh, dass ihr Team als Erstes gegen die Japanerinnen antreten könne. «Dann sind wir frisch und haben nichts zu verlieren.» Es sei eine riesige Motivation, gegen die amtierenden Weltmeisterinnen anzutreten.

Die Teilnahme an der Endrunde 2015 in Kanada verdienten sich die Schweizerinnen mit einer überaus starken Qualifikation. «Uns lief es extrem gut», resümiert die 23-Jährige zufrieden. Überhaupt ist der Aufschwung der Schweizerinnen bemerkenswert. In der abgelaufenen WM-Quali hatten sie mit 53:1 das beste Torverhältnis aller Gruppensiegerinnen und blieben ungeschlagen (9 Siege, Unentschieden).

Verbessert nach dem Trainerwechsel

Was sind die Gründe für die neu gewonnene Stärke? «Die meisten Nati-Spielerinnen sind im Ausland tätig und spielen professionell Fussball, das macht sicher viel aus», erklärt Bachmann. Zudem habe auch der Trainerwechsel zu Martina Voss-Tecklenburg seinen Anteil. Unter der Ägide der Deutschen, seit Februar 2012 im Amt, verloren die Schweizerinnen von 36 Spielen deren 12, doch davon alleine 7 in Voss-Tecklenburgs erstem Amtsjahr.

Entsprechend selbstbewusst gibt sich Bachmann vor dem Turnier in Übersee. «Wir versuchen nun, das Selbstvertrauen an die WM mitzunehmen.» In Kanada werden die Schweizerinnen alles daran setzen, das nächste Kapitel in der Geschichte der Frauen-Nati zu schreiben.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 7.12.14, 18:15 Uhr

Rekordschützinnen der Schweizer Nati

SpielerinToreEinsätze
Lara Dickenmann3892
Ana Maria Crnogorcevic3461
Ramona Bachmann3258
Martina Moser1697
Sonja Spinner1351