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Dank Tolisso und Perisic Bayern und Inter: Seit 36 Jahren immer im Final

Dank Frankreichs Tolisso sowie Kroatiens Perisic und Brozovic finden zwei unglaubliche Serien ihre Fortsetzung.

Tolisso, Perisic
Legende: Wer jubelt im Final? Frankreich mit Bayerns Tolisso (l.) oder Kroatien mit Inters Perisic? key/Imago

Vor den WM-Halbfinals war Tottenham Hotspur in aller Munde. Grund: Die «Spurs» stellten 9 Akteure – und damit die meisten aller Klubs. Dann aber unterlag England in der Verlängerung Kroatien und verabschiedete sich von den Titelträumen. Mit den «Three Lions» auch 5 Tottenham-Akteure. Tags zuvor hatte Belgien (3 Tottenham-Spieler) die Segel streichen müssen.

Mit Frankreichs Keeper Hugo Lloris verbleibt noch ein Kicker im Kader der Nordlondoner. Die Kroaten Luka Modric und Vedran Corluka haben zumindest eine Vergangenheit bei Tottenham.

So rücken nun zwei andere Klubs mit einer schier unglaublichen Serie in den Fokus: Bayern München und Inter Mailand stell(t)en seit 1982 in jedem WM-Endspiel mindestens einen Akteur. Auf Seiten Frankreichs wird am 15. Juli Corentin Tolisso (Bayern) im Aufgebot stehen. Inter nimmt mit den beiden Kroaten Marcelo Brozovic und Ivan Perisic gar in Doppelbesetzung am Final teil.

Es war einmal vor 36 Jahren

Es begann am 11. Juli 1982 in Madrid. Italien und (BR) Deutschland machten im Santiago Bernabeu den Weltmeister unter sich aus. Bei den schliesslich siegreichen Italienern standen mit Gabriele Oriali und Giuseppe Bergomi zwei Inter-Akteure in der Startelf. Die Deutschen wurden von Captain Karl-Heinz Rummenigge aufs Feld geführt. Er war zu dieser Zeit wie Ehrentorschütze Paul Breitner und Wolfgang Dremmler bei Bayern engagiert.

Bayer- und Inter-Spieler in den WM-Finals

WM-Final
Inter-SpielerBayern-Spieler
1982, Deutschland - Italien 1:3
Gabriele Orali, Giuseppe Bergomi
Wolfgang Dremmler, Karl-Heinz Rummenigge, Paul Breitner
1986, Argentinien - Deutschland 3:2
Karl-Heinz Rummenigge
Norbert Eder, Dieter Hoeness, Lothar Matthäus
1990, Deutschland - Argentinien 1:0
Andreas Brehme, Jürgen Klinsmann, Lothar Matthäus
Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Klaus Augenthaler
1994, Brasilien - Italien 3:2 n.P.
Nicola Berti
Jorginho
1998, Brasilien - Frankreich 0:3
Youri Djorkaeff, Ronaldo
Bixente Lizarazu
2002, Deutschland - Brasilien 0:2
RonaldoJens Jeremies, Thomas Linke, Oliver Kahn
2006, Italien - Frankreich 5:3 n.P.
Marco Materazzi, Fabio Grosso
Willy Sagnol
2010, Spanien - Niederlande 1:0
Wesley Sneijder
Arjen Robben, Mark van Bommel
2014, Deutschland - Argentinien 1:0 n.V.
Rodrigo Palacio
Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jerome Boateng, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos, Mario Götze
2018, Frankreich - Kroatien
Marcelo Brozovic, Ivan Perisic
Corentin Tolisso

Bei sämtlichen 9 folgenden WM-Endspielen figurierte jeweils mindestens ein Bayern- sowie Inter-Spieler im Kader beider Finalisten – in wechselndem Verhältnis. 1994 «retteten» der Italiener Nicola Berti (Inter) und Brasiliens Jorginho (Bayern) die verrückte Serie. 2014 war das Kräfteverhältnis am extremsten: Argentinien mit Inter-«Rattenschwanz» Rodrigo Palacio stand Deutschland mit ganzen 7 Bayern-Stars gegenüber.

Legende: Video Perisic gleicht für Kroatien aus abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 11.07.2018.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

2 Kommentare

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  • Kommentar von Tars Vare (Tarsvare)
    Annmerkung: 2014 standen 2 weitere Inter-Spieler im argentinischen Aufgebot.. Hugo Campagnaro und Ricky Alvarez ;)
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  • Kommentar von Samichlous Schmutzli (1898)
    Das ist tatsächlich unglaublich, wenn man bedenkt, wie viele Bayern bereits in der Vorrunde ausgeschieden sind. Einen Torschützen von den Bayern haben wir aber immer noch nicht gesehen, das würde die Serie wohl brechen... Auch bemerkenswert, dass Inter immer einen Finalisten stellt, die letzten Jahre waren ja alles andere als erfolgreich.
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