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Das WM-Märchen geht weiter Russland schaltet sensationell Spanien aus

  • Nach 90 und 120 Minuten steht es in Moskau 1:1.
  • Im Penaltyschiessen versagen Koke und Iago Aspas die Nerven – sie scheitern beide an Russland-Goalie Akinfejew.
  • Die überraschenden Russen treffen am Samstag um 20:00 Uhr in Sotschi auf Kroatien, das sich ebenfalls im Penaltyschiessen durchsetzte.

Der Krimi im Luschniki-Stadion endete mit einer finalen Parade: Igor Akinfejew wehrte den 5. spanischen Penalty – von Iago Aspas zentral geschossen – spektakulär mit dem Fuss ab. Der Goalie des Gastgebers avancierte damit zum grossen Helden. Er hatte bereits den Strafstoss von Koke pariert.

Legende: Video Mit dem Fuss: Die entscheidene Akinfejew-Parade abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 01.07.2018.

Akinfejew war das pure Gegenteil zu seinem Antipoden David De Gea. Dieser konnte keinen der 4 russischen Versuche parieren. Auch in den 120 Minuten davor gelang dem Schlussmann keine einzige Parade. Über die gesamte WM gesehen hat De Gea 6 von 7 Schüssen auf sein Tor passieren lassen. Das ergibt eine unterirdische Fangquote von 14,3 Prozent.

Die Steigerung blieb aus

Während das russische Fussball-Märchen weitergeht, endete die WM für Spanien mit dem Super-GAU. Dieser hatte Tage vor dem Turnier seinen Lauf genommen, als Coach Julen Lopetegui entlassen und durch «Notnagel» Fernando Hierro ersetzt wurde.

Nachdem sich «La Roja» mehr schlecht als recht durch die Vorrunde gespielt hatte, hoffte man beim Weltmeister von 2010 auf eine Besserung in der K.o.-Phase. Vergeblich.

Ein Eigen- und ein Penaltytor

Spanien dominierte ultra-defensiv eingestellte Russen zwar über 120 Minuten nach Belieben und kam auf einen Ballbesitz von fast 76 Prozent. Gute Torchancen waren indes Mangelware.

Das 1:0 Spaniens in der 11. Minute war denn auch ein Eigentor. Nach einem seitlichen Freistoss von rechts beförderte Sergej Ignaschewitsch den Ball in einem Zweikampf mit Sergio Ramos unglücklich ins eigene Netz.

Russlands Ausgleichstreffer eine halbe Stunde später fiel vom Punkt: Innenverteidiger Gerard Piqué war der Ball hoch in der Luft an den Arm geprallt, Artjom Dsjuba verwandelte den Strafstoss sicher.

Historische Auswechslung

Im Spiel Spanien - Russland gab es eine WM-Premiere: Erstmals wurde in der Verlängerung ein 4. Spieler eingewechselt. Die historische Ehre hatte Russlands Alexander Jerochin, der nach 97 Minuten für Daler Kuzjajew ins Spiel kam. 7 Minuten später wechselte auch Spanien ein 4. Mal.

Legende: Video Das Penaltyschiessen abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 01.07.2018.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

29 Kommentare

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  • Kommentar von Pedro E (pedro-maurice)
    Wie damals in Südkorea ist Spanien Ausscheiden wiederum der Korruption zuzuschreiben. Aber sie haben mittlerweile gelernt, dass eine aktive Rolle in der Korruption wenigstens gut bezahlt ist. Das ist nur eine weiterer Tiefpunkt dieser sonst schon miserablen WM. Eine logische Folgerung wenn man all den Dreck am Stecken der FIFA der letzten Jahrzehnte mit einbezieht. Und auf so was soll man sich 4 Jahre freuen? Zum Glück gibt es da unzählige sinvolle Alternativen.
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    1. Antwort von Friedrich Stowasser (H.B.)
      Ja die Verschwörer sind Schuld, nicht die Spieler die eine höchstens mässige Leistung gezeigt haben (3:3 gengen den FC Ronaldo, 1:0 gegen IRAN und 2:2 gegen MAROKKO). Sicherlich ist auch der Verband unschuldig der um 23.45 Uhr noch den Coach entlässt und den erstbesten Spezi hinstellt, die Mannschaft wirds schon richten. Un Perez ist sicher auch unschuldig, den neuen Real Trainer nicht 3 Wochen später hätte öffentlich bekannt machen können. Jaja die Bilderberger sind Schuld...
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  • Kommentar von Peter Sinnlos (ThinkTwice)
    La furia roja juga como una tortuga roja...
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  • Kommentar von Hans Anreiner (Hans.Anreiner)
    Das kommt mir vor wie damals als Griechenland EM wurde. Gefühlte zwei Torschüsse und ständig 20 Spieler rund um den Sechszehner. Wenn eine Mannschaft das gut macht, dann kann sie einer Angriffsmannschaft stundenlang standhalten. Aber was soll das ständig angreiffende Team machen? Wenn einfach keine Lücken aufgehen, nichts gelingen mag? Für mich sollte der Versuch Tore zu schiessen und dafür anzugreifen eher belohnt werden, als die destruktive Variante. Aber alles ist erlaubt halt.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      @Amrein, Spanien hat sich selbst geschlagen. Auch in der Partien kann man Lösungen finden ,und dies Abwehr kann man auch knacken, sie vergessen das Spanien in Führung ging! Kein Schuss aus der 2 Reihe, nicht versucht 1 zu 1 durchzubrechen, keine Freistöße gesucht am sechzehner, kein Pässe in die Tiefe. Tempo wo man nicht weiss ob es Zeitlupe oder echte Geschwindigkeit ist. Das Auftreten Top, die Frisuren sitzen, man meint oft die Herren gehen in den Ausgang und spielen nicht gleich eine Partie!
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