Zum Inhalt springen
Inhalt

Russlands Goalgetter Dsjuba Aus dem Abseits ins Rampenlicht

Russland steht sensationell im Viertelfinal. Eine der grössten Überraschungen im Team: Artjom Dsjuba.

Artjom Dsjuba salutiert nach einem Tor.
Legende: Chef auf dem Platz Artjom Dsjuba salutiert nach einem Tor. Reuters

Eigentlich hätte Artjom Dsjuba gar nicht an der WM spielen sollen. Denn noch im letzten Winter stand er bei St. Petersburg auf dem Abstellgleis. Nur 2 Treffer hatte der bullige Stürmer für Zenit in 24 Partien erzielen können, die WM schien in weiter Ferne.

Doch dann liess sich der 29-Jährige zum Mittelfeldklub Arsenal Tula ausleihen. Ein cleverer Schachzug: Denn mit 6 Toren in nur 10 Rückrundenspielen sprang Dsjuba noch auf den WM-Zug auf. Er profitierte zudem davon, dass einige seiner Konkurrenten verletzt ausfielen.

Live-Hinweis

Das Spiel zwischen Russland und Kroatien können Sie am Samstag ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei oder in der Sport App mitverfolgen.

Davon spricht in Russland längst niemand mehr. Denn Dsjuba nutzte auch an der WM die Gunst der Stunde, als sich ihm die Chance bot:

  • Fedor Smolow, der etatmässig beste Stürmer bleibt im Startspiel gegen Saudi-Arabien blass.
  • Dsjuba ersetzt ihn in der 70. Minute und trifft nur wenige Sekunden später.
  • Mit weiteren Toren gegen Ägypten und im Achtelfinal ist sein Stammplatz gesichert.
Legende: Video Dsjuba trifft kurz nach seiner Einwechslung abspielen. Laufzeit 00:20 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 14.06.2018.

Der Wert Dsjubas beschränkt sich an der Heim-WM aber nicht nur auf das Toreschiessen. Bei der Sensation gegen Spanien gewann der hochgewachsene Stürmer gegen das Innenverteidiger-Duo Sergio Ramos/Gerard Piqué unglaubliche 20 von 22 Zweikämpfen.

Diese Statistik hat mittlerweile aber auch Zweifler auf den Plan gerufen. Bei der Auswechslung Dsjubas gegen Spanien war eine Einstichstelle auf dem Arm des Stürmers zu sehen; Kritiker sehen dies als Beleg für ein Dopingvergehen. Doch von der Fifa wurde kein Spieler an der WM bislang positiv getestet.

Im Viertelfinal gegen Kroatien will Dsjuba die Antwort auf dem Platz geben und positive Schlagzeilen schreiben. Mit einem Tor oder der Halbfinal-Qualifikation wären ihm diese gewiss.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung auf SRF zwei.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alexander Ognjenovic (Alex)
    Die Russen werden dieses Mal Weltmeister! Nachdem Russland gegen Spanien im Elfmeterschiessen gewonnen hat sehe keine ernst zu nehmenden Konkurrenten mehr. Wobei Spanien hätte es auch verdient weiter zu kommen und Weltmeister zu werden... aber leider kein Glück gehabt im Elfmeterschiessen. Heute Abend bin ich auf jeden Fall für Russland! PS: Gruss aus Dalmatien! Nicht Serbien!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jonas Baumgartner (J. Baumgartner)
      Bitte kein zweites Griechenland. Das haben die Fussballfans zuhause an den Schirmen nicht verdient und tut dem attraktiven Fussball im Allgemeinen nicht gut. Sportlich mit viel Disziplin erknorzt hin oder her. Wenn Russland, dann bitte mit atraktiverem Fussball.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Thomas Storch (thommystorch)
      Sie sind in Dalmatien? Wie fühlt es sich an heute in Kroatien zu sein und den Russen die Daumen zu drücken? Zum Glück gibt es in Kroatien Meinungsfreiheit - und das ist gut so (hat es in Jugoslawien/Serbien leider nicht gegeben). Geniessen Sie den Abend!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Als GASTGEBER hat Russland natürlich den Heimvorteil.Das Team wirkt auf mich sympatisch und spielt teilweise auch guten Fussball. Doch jetzt im Viertelfinale hat man den Zenit erreicht und Kroatien in Normalform sollte hier die bessere Mannschaft sein. Russland hat das notwendige Glück im Achtelfinale gegen Spanien auch ausgereizt. Die Ausnahme wäre: Russland SPIELT gut, sogar besser als Kroatien und verdient es so ins Halbfinal einzuziehen. Das wäre etwas anderes, doch das glaub ich eher nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen