Nach den Teilnahmen an der WM 1994 und der EM 1996 schien das Schweizer Nationalteam wieder ins alte Fahrwasser des Misserfolgs zu geraten. Die nächsten drei Endrunden grosser Turniere wurden verpasst. Nach dem missglückten knapp einjährigen Experiment mit Enzo Trossero wurde am 9. Juni 2001 Köbi Kuhn zum neuen Coach ernannt.
Dem Zürcher gelang es, das Team hinter sich zu scharen und wieder in die Spur zu bringen. Die Qualifikation für die EM 2004 in Portugal verschaffte Kuhn grosse Anerkennung. Es folgten die WM 2006 in Deutschland und die Heim-EURO 2008, nach der Kuhn das Zepter Ottmar Hitzfeld überliess.
Ehemalige Spieler und Fans erinnern sich gerne an den 2019 verstorbenen «Köbi national». Er fand einen vertrauensvollen Umgang mit der Mannschaft, die ihm das mit Leistungen zurückzahlte. «Er konnte sich in uns als Spieler hineinversetzen und liess uns an der langen Leine. Das haben wir aber nie ausgenutzt», so Beni Huggel.