Dank Kontinuität und Konkurrenzkampf an die EURO 2017

Das Schweizer A-Team der Frauen spielt bislang eine makellose EM-Qualifikation. Ein Sieg am Samstag gegen Italien würde die Türe zur EM 2017 in den Niederlanden weit aufstossen.

Schweizer Fussballerinnen jubeln. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Blick Richtung EURO 2017 Die Schweizer Frauen-Nati. Keystone

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Sendehinweis

Das EM-Qualifikationsspiel Schweiz-Italien können Sie ab 17:25 Uhr im Livestream auf srf.ch/sport mitverfolgen.

Mit 4 Siegen aus 4 Spielen führen die Schweizerinnen die Tabelle der EM-Quali-Gruppe 6 souverän an. Dazu kommt ein Torverhältnis von 20:2. Siegt die Schweiz auch am Samstag in Biel gegen Italien, steht der Teilnahme an der EURO 2017 in den Niederlanden kaum mehr etwas im Weg. Der aktuelle Erfolg ist laut Nati-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg der Balance zwischen Konkurrenzkampf und Kontinuität zu verdanken.

Breites Kader

Voss-Tecklenburg kann aktuell auf ein breites Kader zählen. Sowohl Routiniers wie Rekordspielerin Martina Moser (116 Länderspiele) als auch Shootingstars stehen der Deutschen zur Verfügung. Zur letzteren Kategorie zählen auch die FC-Zürich-Spielerinnen Sandrine Mauron und Meriame Terchoun mit 19 bzw. 20 Jahren.

«  Für mich zählt nur die aktuelle Leistung. »

Martina Voss-Tecklenburg

Voss-Tecklenburg wählt ihre Elf nach klaren Selektionskriterien aus: «Für mich zählt nicht das Alter oder die Erfahrung, sondern die aktuelle Leistung. Die jungen Spielerinnen sind in Form. So wird der Konkurrenzdruck erhöht, was gut für uns ist.»

Nati als «Ziel jeder jungen Fussballerin»

Als Ansporn für junge Fussballerinnen sieht die Nati-Trainerin unter anderem das Renommee, welches ihre Equipe aktuell geniesst. «Die Spielerinnen haben jetzt noch mehr Motivation, sich für das Nationalteam zu empfehlen, weil sie wissen ‹Wir können mit der Schweiz an eine EM- oder WM-Endrunde fahren›. Heute ist das Ziel jeder jungen Fussballerin, den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen», so Voss-Tecklenburg.

Kontinuität als Baustein

Mittelfeldspielerin Moser, seit 11 Jahren dabei, sieht die Kontinuität des aktuellen A-Teams als Hauptstärke: «Früher waren bei jedem Zusammenzug andere Leute dabei, hauptsächlich aus beruflichen Gründen. Es gab ständig Veränderungen. Die älteren Spielerinnen waren etwa 25-26 Jahre alt.» Heute seien jedoch die Strukturen in den Klubs besser, was zu einem stabilen Gerüst führe, so Moser.

EM-Qualifikation, Gruppe 6

Land
Spiele
Punkte
Schweiz
4
12
Italien36
Nordirland23
Tschechien33
Georgien40
Video «Fussball: Frauen-WM, Schweiz-Ecuador, alle Tore» abspielen

Erinnern Sie sich? So erzielte die Schweiz 10 Tore gegen Ecuador

2:18 min, vom 13.6.2015

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 07.04.2016, 22:06 Uhr