50 Jahre Wembley-Tor: Wie ein Treffer die Fussballwelt spaltet

Am Samstag jährt sich das Wembley-Tor, der wohl berühmteste und gleichsam umstrittenste Treffer der Fussballgeschichte, zum 50. Mal. Der englische Torschütze Geoff Hurst und der deutsche Captain Uwe Seeler nehmen Stellung.

Video «Das Phänomen «Wembley-Tor»» abspielen

Das Phänomen «Wembley-Tor»

1:42 min, vom 28.7.2016

Bis heute streiten sich Fussballexperten und -laien gleichermassen, ob der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst 1966 das «Wembley-Tor» zurecht gegeben hat.

«  Die wissen schon genau, dass der Ball nicht drin war. »

Uwe Seeler über die Engländer

«Ich verstehe die Entscheidung heute nach 50 Jahren immer noch nicht. Es war kein Tor», ist der damalige Captain Uwe Seeler überzeugt. Auf der Gegenseite bleibt auch Dreifach-Torschütze Geoff Hurst hart: «Für mich ist klar: Der Ball war drin!»

Hans Tilkowski Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hinter der Linie oder nicht? Torhüter Hans Tilkowski kann dem Ball nur noch hinterherschauen. Getty Images

«Die (Engländer, d. Red.) wissen schon genau, dass der Ball nicht drin war. Die haben das ja auch gesehen», ist sich derweil Seeler sicher. Und tatsächlich gesteht Hurst in seinem Buch «1966 and all that»: «Nachdem ich die Zeitlupe hunderte Male gesehen habe, muss ich einräumen, dass es aussieht, als hätten die Deutschen Recht.»

Die Diskussionen werden wohl nie abreissen. Oder wie es Hurst in der Sportbild formuliert: «Unsere Enkel und Ur-Enkel werden sich die Geschichte noch erzählen. Das Tor hat uns unsterblich gemacht.»

Wer hat Recht: Die Deutschen oder die Engländer?

  • Ganz klar Deutschland, der Ball prallte auf die Linie.

    69%
  • Eindeutig England, der Ball war im Tor.

    31%
  • 2043 Stimmen wurden abgegeben