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Lionel Messi trottet alleine über den Platz
Legende: Allein, allein Lionel Messis Karriere im Nationalteam geht mit einer Enttäuschung zu Ende. Reuters
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Fussball allgemein Messis Chronik der bitteren Finalniederlagen

Was mit dem Junioren-Weltmeistertitel und Olympiagold 2008 verheissungsvoll begonnen hatte, sollte nie zur grossen Liebe führen. Lionel Messi und die Seleccion: Eine Geschichte der verpassten Möglichkeiten.

2005 führt Lionel Messi Argentinien zum WM-Titel bei den Junioren. 6 Treffer gelingen dem damals gut 18-jährigen Supertalent, darunter die beiden Tore beim 2:1-Finalsieg gegen Nigeria. Natürlich wird Messi zum besten Spieler des Turniers gekürt.

An der WM 2006 kommt Messi noch nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinweg. Das Aus im Viertelfinal gegen Deutschland verfolgt der Angreifer von der Bank aus. Ein Jahr später ist er bei der Finalniederlage Argentiniens gegen Brasilien an der Copa America bereits ein fixer Bestandteil des Teams.

Von da an beginnt die Leidensgeschichte, die nur durch einen Höhepunkt mit einem Makel unterbrochen wird.

Eine «Hochzeit» und 4 «Todesfälle»

  • 1. 2007: Copa-Finalniederlage gegen Brasilien

    Nach einem überragenden Turnierauftritt verpasst es Argentinien, sich die Krone aufzusetzen. Ausgerechnet gegen Erzrivale Brasilien setzt es eine 0:3-Niederlage ab.

  • 2. 2008: Olympiagold in Peking

    Der einzige Titel, dem jedoch der Makel anhaftet, dass nur eine ergänzte Junioren-Auswahl und nicht die A-Nationalmannschaft am Start stand.

  • 3. 2014: WM-Finalniederlage gegen Deutschland

    Nachdem Deutschland schon an der WM 2006 und 2010 (jeweils im Viertelfinal) Endstation für Messi und Argentinien bedeutet hat, erweist sich die DFB-Elf auch in Brasilien als zu hohe Hürde. Dank Mario Götzes Tor in der Verlängerung gewinnt Deutschland 1:0. Messi bleibt der schwache Trost, zum besten Spieler des Turniers gewählt zu werden.

  • 4. 2015: Copa-Finalniederlage gegen Chile

    Nach einem fulminanten 6:1 über Paraguay im Halbfinal reicht es im Endspiel doch wieder nicht. Gastgeber Chile ringt die Argentinier im Penaltyschiessen nieder.

  • 5. 2016: Copa-Finalniederlage gegen Chile

    Bei der Copa-Jubiläumsausgabe «Centenario» scheitert Argentinien erneut an Chile, erneut im Penaltyschiessen. Zu viel für Messi, er gibt seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 27.06.2016, 07:30 Uhr.

5 Kommentare

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  • Kommentar von peter , zuerich
    Chronik der Niederlagen - irgendwo hat der SRF Sportredaktor aber die Erfolgsabteilung von Messi vergessen. Juniorenweltmeister - Olympiasieger - WM Zweiter - was sollen das für Niederlagen sein. Die CL Siege - Spanischen Meisterschaften und Cupsiege lassen wir mal grosszügig weg - da wären nochmals 10 Titel. Ich habe das Game gesehen - ein armseliger Schiedsrichter der mind. 2 rote Karten zusätzlich für Chile hätte geben können. Kein Vergleich mit Italien - Spanien an Fairness.
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  • Kommentar von J.Torturo , Zürich
    Messi tritt zurück, niemals. Er ist erst 29 glaube ich, da kann er hoffentlich noch an 2 Copa americas, Wms mitspielen. Immer noch Zeit zu gewinnen. Ausserdem hat C. Ronaldo auch nichts gwonnen mit Portugal. Noch weniger erreicht als er.
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    1. Antwort von André Costa , Lisboa
      CR7 hat ein EM final erreicht, Portugal hat es erreicht. Sie vergleichen 10M mit 40 von Argentinien? :D
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  • Kommentar von Markus Merz , Kloten
    Penaltyschiessen ist und bleibt eine Lotterie. Ich finde es gut, dass er nun "aussetzt". Nun kann eine neue Generation die Qualifikation zur WM 2018 bestreiten und die Streithähne im Verband können sich weiter streiten. Bei der WM 2018 wird er dann wieder mitspielen. In der Zwischenzeit ist er mehr bei der Familie und kann sich erholen, da er nicht mehr so weite Reisen von Europa nach Südamerika unternehmen muss. Er ist ja auch nicht mehr 20ig. Alles richtig gemacht, Messi!
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