Argentiniens Fussball versinkt im Chaos

Ausstehende Löhne, Streiks, Streit um TV-Verträge und ein führungsloser Verband verhindern die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Argentinien.

Ein Anhänger der Boca Juniors blickt durch einen Zaun Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Da gibt es zurzeit nix zu sehen Ein Anhänger der Boca Juniors, einem Hauptstadtklub Argentiniens. Keystone

Momentan brennt es an diversen Fronten in Argentinien:

  • Führungsloser Verband: Nach dem Tod von Verbands-Präsident Julio Grondona 2014 kam es zu einer beispiellosen Farce bei der Wahl des Nachfolgers. Seither leitet eine Interimskommission der Fifa den argentinischen Verband AFA. Am 28. April soll die nächste Präsidentschaftswahl stattfinden.
  • Knatsch um TV-Vertrag: Kurz vor dem geplanten Meisterschaftsstart nach der Winterpause am 12. Februar kündigte die argentinische Regierung den bestehenden TV-Vertrag ersatzlos. Ein neuer Deal mit einem Privatanbieter, der mehr Geld in die Kassen spülen soll, kam aber bislang noch nicht zustande.
  • Ausstehende Spielergehälter: Rund 18 Millionen Euro schulden die Klubs ihren Spielern. Die Folge: Die Akteure streiken.

Wann es weitergeht, steht in den Sternen. Ein Klubpräsident schlug vor, bis auf weiteres Juniorenteams anstelle der streikenden Profis auflaufen zu lassen. Hauptsache: «Am kommenden Wochenende wird Fussball gespielt.»