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Internationale Ligen Aubameyang «schenkt» Jubilar Seeler 4 Tore

Eigentlich hätte es in Hamburg ein grosses Fest geben sollen, zu Ehren von Klublegende Uwe Seeler. Doch Dortmunds Rückkehrer Pierre-Emerick Aubameyang crasht die Party.

Pierre-Emerick Aubameyang
Legende: Wenn einer eine Reise tut ... Pierre-Emerick Aubameyang ist zurück – und noch stärker. Imago

«Ich hoffe, dass sie heute ein Geschenk für mich bereithalten, indem sie ordentlich laufen und kämpfen.» So sprach Geburtstagskind und Hamburg-Legende Uwe Seeler vor dem Gastspiel Borussia Dortmunds beim HSV.

Spätestens nach einer halben Stunde war die Euphorie im Volksparkstadion restlos verflogen. Mailand-Tourist Pierre-Emerick Aubameyang hatte 3 Mal eingenetzt. Mit gütiger Mithilfe der Hamburger:

  • 4. Minute: HSV-Keeper René Adler lenkt einen Abschluss von Emre Mor pfannenfertig Aubameyang vor die Füsse.
  • 23. Minute: Johan Djourous «Rückpass» verkommt zur perfekten Steilvorlage für Mor, dessen Querleger braucht Aubameyang nur noch einzuschieben.
  • 27. Minute: Marc Bartra köpfelt einen Abstoss (!) von Adler über die statische Hamburger Defensive hinweg, Aubameyang entwischt und komplettiert seinen Blitz-Hattrick.
Uwe Seeler
Legende: Spezial-Auftritt zum 80. Geburtstag Uwe Seeler wird vor der Partie gefeiert. Keystone

«Laufen und kämpfen» bei den Hansestädtern? Fehlanzeige. Unter den völlig konsternierten Augen Seelers und einem gellenden Pfeifkonzert in der heimischen Arena schlichen sie zur Pause mit hängenden Köpfen in die Katakomben.

Die Wutrede von Trainer Markus Gisdol ist nicht übermittelt, dürfte aber laut ausgefallen sein. Und was taten seine Spieler?

  • 48. Minute: 3 HSV-Verteidiger schaffen es nicht, Raphael Guerreiros ungefährliche Flanke zu klären. Der Ball fällt Aubameyang vor die Füsse – und der tut, was er in diesem Spiel eigentlich immer tut.

Anschliessend liessen es die Gäste etwas schleifen. Für Uwe? Wer weiss. Auf jeden Fall liess sich auch noch Hamburgs Nikolai Müller zweimal (55. und 81.) auf dem Scoreboard eintragen.

Weil dazwischen Ousmane Dembélé (76.) noch traf, lautete das niederschmetternde Schlussurteil für Hamburg: 2:5. Die rote Laterne bleibt damit beim Bundesliga-Dino. Doch mit der lässt es sich nun mal nicht so schön feiern.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 05.11.16, 17:40 Uhr