Mit der ersten Saisonniederlage im Rücken – ein 1:2 in der Champions League gegen Arsenal – wartete auf den FC Bayern München mit dem Tabellen-17. der Bundesliga St. Pauli eine vermeintlich einfache Aufgabe zur Wiedergutmachung.
Denkste. Die Münchner hatten mehr zu kämpfen, als ihnen lieb war. Und gerieten sogar in Rückstand. Schon in der 6. Minute liess Andréas Hountondji die Allianz Arena verstummen – der Stürmer aus Benin bestrafte ein Missverständnis zwischen Joshua Kimmich und Konrad Laimer im Mittelfeld der Bayern und erwischte dann auch noch Goalie Manuel Neuer in der kurzen Ecke.
Diaz kann's auch im Liegen
Es dauerte ein Weilchen, bis sich der deutsche Rekordmeister wieder gefunden hatte. Kurz vor der Pause erzielte der in die Startelf reinrotierte Raphaël Guerreiro den Ausgleich (44.). Luis Diaz legte die Kugel im Liegen an den Torschützen ab.
Die Bayern drückten und drückten weiter. Der weitere Torerfolg liess aber weiter auf sich warten. Stürmer Harry Kane vergab das Siegtor in der 81. Minute, als er mit seiner Direktabnahme nach einer Ecke am Pfosten scheiterte. Schon in der ersten Hälfte verhinderte das Aluminium zweimal einen Bayern-Treffer.
Dann schlug die Stunde von Diaz. Der Kolumbianer erlöste die Münchner in der Nachspielzeit mit seinem 7. Bundesliga-Tor nach einer Flanke von Kimmich. Praktisch mit dem Schlusspfiff stellte der eingewechselte Nicolas Jackson auf den 3:1-Endstand. Die Bayern zogen den Kopf spät aus der Schlinge und kehrten damit zum Siegen zurück.
Kein erfolgreicher Schweizer Nachmittag
Einen rabenschwarzen Tag zog der FC Augsburg ein. Beim Gastspiel gegen Hoffenheim lagen die Augsburger mit Fabian Rieder und Cédric Zesiger in der Startelf zur Pause bereits 0:3 zurück. Zesiger traf dabei beim dritten Gegentor in den eigenen Kasten. Die Partie endete schliesslich mit dem Halbzeitergebnis.
Das 1:1-Unentschieden von Werder Bremen gegen Köln ging ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne. Kölns Joël Schmied verpasste die Partie wegen einer Oberschenkelverletzung, Isaac Schmidt schmorte 90 Minuten auf der Bremer Bank.
Wie Bayern schlug auch Heidenheim spät zu. Das bisherige Schlusslicht drehte die Partie bei Union Berlin dank zwei Toren in der Nachspielzeit zu seinem Gunsten. So setzten sich die Heidenheimer – zumindest vorübergehend – auf den 16. Rang.