Kein Streik in Frankreichs Ligen

Die Klubs der ersten und zweiten französischen Fussball-Liga haben ihren für das letzte November-Wochenende geplanten Steuer-Streik abgesagt.

Eric Besson, Frankreichs Integrationsministier, und Jean-Pierre Louvel (rechts) im Gespräch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zwist zwischen Sport und Politik Eric Besson (links), Frankreichs Integrationsminister, und Jean-Pierre Louvel (rechts) im Gespräch. Reuters

Ursprünglich hatten sich die Klubs zum Protest gegen die Pläne der sozialistischen Regierung zur Einführung einer allgemeinen «Reichensteuer» vereint. Jetzt wurde das Streik-Wochenende abgesagt.

Jean-Pierre Louvel, Präsident der Vereinigung der professionellen Fussball-Vereine (UCPF), betonte jedoch, dass der Streik nicht vollkommen ausgeschlossen sei: «Wir werden ihn zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, sollten die Verhandlungen über die Rücknahme einer Versteuerung von 75 Prozent scheitern», sagte Louvel.

Dramatische Steuererhöhungen eingeplant

Ab dem 1. Januar sollen Unternehmen, also auch Fussball-Vereine, die Angestellten mehr als eine Million Euro pro Jahr zahlen, mit 75 Prozent Steuern zur Kasse gebeten werden. Für die Vereine der Ligue 1 würde dies eine Mehrbelastung von insgesamt 44 Millionen Euro bedeuten.