Lewandowski: Wort gehalten - Klubgeschichte geschrieben

Borussia Dortmund steht dank dem 4:2-Erfolg bei Zenit St. Petersburg kurz vor dem Einzug in die Viertelfinals der Champions League. Zwei Treffer gingen auf das Konto von Robert Lewandowski, womit er einen Schweizer als bisher besten Europacup-Schützen des Klubs ablöste.

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Die Tore von Lewandowski gegen Zenit (sportlive, 25.02.14)

1:45 min, vom 26.2.2014

Mit 18 Europacup-Toren für Dortmund ist Robert Lewandowski nun alleiniger Rekordhalter vor dem ehemaligen Schweizer Internationalen Stéphane Chapuisat. Dieser hatte für den BVB auf europäischer Ebene 16 Mal getroffen.

Dass sich Lewandowski, der im Sommer ablösefrei zu den Bayern wechseln wird, in seiner letzten Saison noch einen Eintrag in der Klubgeschichte sichern wird, hätten ihm vor Beginn der Rückrunde wohl nur wenige zugetraut.

Nur noch Dienst nach Vorschrift?

In Dortmund sass der Frust über die Abwanderung des 25-jährigen Torjägers zum Rekordmeister aus München tief. Bedenken, dass Lewandowski die Zeit bis zu seinem Wechsel nur noch absitzen wird, schienen damals berechtigt.

Doch Lewandowski, der stets beteuerte, sich im Sommer mit einem Titel verabschieden zu wollen, räumte sämtliche Zweifel aus dem Weg: Nach 22 Spieltagen führt er die Bundesliga-Toschützenliste zusammen mit dem Berliner Adrian Ramos mit 14 Treffern an; in der Königsklasse ist der polnische Nationalspieler mit 6 Toren nach 7 Spielen zurzeit der viertbeste Schütze hinter Zlatan Ibrahimovic (10), Cristiano Ronaldo (9) und Lionel Messi (7).

«Spielt keine Rolle, dass ich weggehe»

Den zukünftigen Münchner interessierte es denn auch nur am Rande, dass er nun für den BVB zwei Europacup-Tore mehr geschossen hat als die Schweizer Klublegende Chapuisat. «Ich will immer Tore schiessen und so viele Spiele wie möglich gewinnen», so Lewandowski, «es spielt überhaupt keine Rolle, dass ich nach der Saison weggehe.»

Für die BVB-Fans bleibt trotz der grandiosen Abschiedssaison von Lewandowski ein Wermutstropfen: Mit jedem Treffer unterstreicht der Pole, wie schwierig sich die Suche nach einem adäquaten Nachfolger für die kommende Saison gestalten dürfte.