Pirmin Schwegler: Lebensversicherung in der Spektakel-Truppe

Nach seinem Wechsel aus Frankfurt schwärmt Pirmin Schwegler von seinem neuen Arbeitgeber. Der ausgeprägte Offensivgeist der Hoffenheimer hat es dem soliden Mittelfeld-Strategen absolut angetan.

Pirmin Schwegler setzt im Training zu einem Kopfball an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit Köpfchen Pirmin Schwegler soll Hoffenheim Stabilität verleihen. Keystone

Hoffenheim war in der abgelaufenen Bundesliga-Saison das Spektakel-Team schlechthin. Wenn die Kraichgauer antraten, fielen im Schnitt mehr als 4 Tore. Die gleiche Offensivpower strebt Trainer Markus Gisdol auch in der neuen Spielzeit an, allerdings soll dabei die Verteidigung weniger entblösst werden.

Defensives Gewissen einer Offensiv-Truppe

Letzteres erhofft sich Gisdol mit der Verpflichtung des defensiven Mittelfeld-Strategen Pirmin Schwegler zu erreichen. Der 27-jährige Innerschweizer war sein absoluter Wunschspieler, obwohl dessen letzte Saison in Frankfurt keine einfache war.

Schwieriger Abschied aus Frankfurt

Schwegler, der sich in seinen 5 Jahren bei der Eintracht zum Captain und zur Integrationsfigur emporgearbeitet hatte, konnte wegen einer Rippenfraktur, einem Nasenbeinbruch sowie einer Virus-Erkrankung nur gerade die Hälfte der Spiele bestreiten.

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Schweglers bisherige Klubs

2003-2005 FC Luzern
2005-2006 YB
2006-2009 Leverkusen
2009-2014 Frankfurt
ab 2014 Hoffenheim

Dass er, der immer wieder Transferofferten abgelehnt hatte, in diesem Sommer dennoch wegzog, kam für viele überraschend. «Es hat wehgetan, Frankfurt zu verlassen», sagt Schwegler zwar, «aber ich war an einem Punkt, an dem ich etwas Neues brauchte.»

«Wir wollen attackieren»

Gefunden hat er dies bei der TSG Hoffenheim, von der er bislang nur Positives zu berichten weiss: «Der Trainer hat eine klare Philosophie. Wir wollen attackieren und mit Powerfussball attraktiv spielen.» Von dieser Ausrichtung ist Schwegler angetan, gleich wie auch vom exzellenten Teamgeist, den er angetroffen hat.

Mitspieler loben Schweglers Spielintelligenz

Lob erhielt er nach der ersten Trainingsphase nicht nur vom Trainer, sondern auch von den Mitspielern. «Es kristallisiert sich schon jetzt heraus, dass er sehr spielintelligent ist», sagt etwa Captain Andreas Beck über Schwegler. «Seine Ruhe und Ausstrahlung sind genau das, was wir gebraucht haben.»

Nur keine grossen Sprüche

Für Schwegler ist also alles angerichtet, um seiner Karriere neuen Schub zu verleihen. «Ich bin im besten Fussballalter und erhoffe mir, noch einmal einen Schritt nach vorne zu machen. Gerade im Offensivspiel habe ich sicher noch Potenzial.»

Während er für sich persönlich genau weiss, wohin es gehen soll, ist er mit Zielformulierungen für das Team vorsichtiger. «Hoffenheim ist in der Vergangenheit bekanntlich nicht gut gefahren mit den grossen Sprüchen…»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 01.08.2014 17:10 Uhr