Roman Bürki sorgt für den Wow-Effekt

Dortmund-Keeper Roman Bürki macht im Bundesliga-Spiel bei Wolfsburg selbst die unmöglichsten Bälle noch zu seiner Beute. So hadert Mario Gomez hinterher: «Ich breche mir fast den Fuss bei einer Aktion und liege im Tor. Nicht aber der Ball.»

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Wenn's läuft, dann läuft's. Getreu diesem Motto feierte Borussia Dortmund den 3. Kantersieg innert 7 Tagen:

  • 6:0 gegen Darmstadt
  • 6:0 zum CL-Auftakt bei Legia Warschau
  • 5:1 in Wolfsburg, das sich in den ersten 3 Runden nie hatte bezwingen lassen müssen

Was sich auf dem Papier einfach abbildet, war ein hartes Stück Arbeit. So kamen die «Wölfe» in der 53. Minute auf 1:2 heran, ehe Ousmane Dembélé kurze Zeit später die Partie mit dem 3:1 wieder in die andere Ecke lenkte.

Roman Bürki im Dortmund-Tor stand mehrfach auf dem Prüfstand und brillierte dabei ausnahmslos. Beim einzigen Gegentor traf den 25-Jährigen keine Schuld.

«  Er hat eine tolle Entwicklung als Mensch und Persönlichkeit sowie als Torhüter hinter sich. Das ist bemerkenswert. »

Thomas Tuchel
BVB-Trainer über Roman Bürki

«Ich hatte die Möglichkeit, mich auszuzeichnen. Wolfsburg hat eine Qualität in der Offensive, das hat man heute gesehen. Ich bin glücklich, dass wir gewinnen konnten», resümierte Bürki.

Ein Garant zwischen den Pfosten

Der Schweizer Nationalgoalie zeigte Paraden fast schon im Akkord – angefangen beim Kurz-Distanz-Versuch des freistehenden Bruno Henrique (8.), über Julian Draxlers Abschluss aus aussichtsreicher Position (23.) bis hin zur bravourösen Rettung beim Freistoss von Ricardo Rodriguez (37.).

Bürki, Papastathopoulos und Weigl sitzen jubelnd am Boden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Star in der Mitte Bürki freut sich mit Sokratis (links) und Weigl über eine starke Leistung. Imago

Spektakulär war die Aktion in der 51. Minute, als Bürki in extremis das Anschlusstor fürs Erste verhinderte (siehe Video oben). Nachdem Draxler aus kurzer Distanz am Berner gescheitert war, brachte Mario Gomez den Abpraller in einer Mischung aus Pech und Slapstick nicht über die Linie. «Ich breche mir fast den Fuss dabei und liege im Tor. Nicht aber der Ball», sagte ein verdutzter Gomez hinterher.

Den Platz auf sicher

Nicht nur aufgrund dieser Abwehr deckte BVB-Coach Thomas Tuchel seinen Schlussmann mit einem Sonderlob ein. «Er hat eine tolle Entwicklung als Mensch und Persönlichkeit sowie als Torhüter hinter sich. Das ist bemerkenswert und macht mich glücklich», hielt der 43-Jährige fest. Und Tuchel versicherte vor versammelter Journalistenschar noch: «Es steht nicht mehr zur Debatte, ob Bürki spielt.»

Applaus, Applaus für Bürki

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 19.9.16 08:00 Uhr