Schweizer Duell um letzten Bundesliga-Platz

Eintracht Frankfurt und der 1. FC Nürnberg kämpfen in der Relegation um den letzten Platz in der Bundesliga. Mittendrin: Die beiden Schweizer Haris Seferovic und René Weiler.

Haris Seferovic und René Weiler klatschen in die Hände. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Treffen aufeinander Haris Seferovic und René Weiler. Imago

Es steht viel auf dem Spiel: Frankfurt versucht mit aller Macht, den 5. Abstieg in die 2. Liga zu verhindern. Nürnberg strebt derweil nach 2 Jahren Zweitklassigkeit die Rückkehr in die Topliga an. Mit Stürmer Haris Seferovic und Trainer René Weiler stehen am Donnerstag und am kommenden Montag auch 2 Schweizer im Fokus.

«  Mut, Zuversicht und Freude sind gross. »

René Weiler

Weiler führte die Nürnberger in seinem 2. Jahr an der Seitenlinie auf Platz 3 der 2. Liga und damit in die Relegation. Den direkten Aufstieg verpassten die Franken um 2 Punkte. Nun soll die Bundesliga über einen Umweg erreicht werden. «Wir sind nicht die Favoriten», gab sich der Schweizer vor dem Hinspiel in Frankfurt zurückhaltend. Dennoch seien bei seinem Team «Mut, Zuversicht und Freude gross.»

Seferovic seit 6 Monaten ohne Tor

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Tumor bei Russ entdeckt

Tumor bei Russ entdeckt

Am Mittwoch wurde bei Frankfurts Marco Russ bei einer Dopingkontrolle ein Tumor entdeckt. Der Verteidiger meldete sich für die Barrage-Spiele gegen Nürnberg trotz der Diagnose einsatzbereit. Auch von ärztlicher Seite wurde bestätigt, dass Russ spielen kann.

Während Weiler auf eine gelungene Saison zurückblicken kann, verliefen die letzten Monate für Seferovic bei Frankfurt alles andere als ideal. Nach einem guten 1. Jahr bei der Eintracht mit 10 Toren und 8 Vorlagen kam der Stürmer in dieser Spielzeit auf nur 3 Treffer und 5 Assists. Das letzte Mal traf der Nati-Spieler am 19. Dezember 2015 gegen Bremen.

Angesichts der schwachen Form von Seferovic ist in Frankfurt die Erleichterung gross, dass mit Alexander Meier ein ausgewiesener Skorer nach 11-wöchiger Verletzungspause ins Team zurückkehrt. Der Captain dürfte Seferovic in der Startaufstellung ersetzen.

Kovac fordert kontrollierte Offensive

Die Zuversicht bei den Frankfurtern ist gross. «Wir wollen möglichst zu Null gewinnen», sagte Trainer Niko Kovac. Dennoch setzt der Kroate im Hinspiel zuhause auf eine kontrollierte Offensive: «Wir dürfen nicht alles auf eine Karte setzen. Es gibt vier Tage später noch ein Rückspiel. Wir müssen in unserer Planung beide Partien im Auge haben.»

5 Zweitliga-Erfolg in 17 Relegationsduellen


ZweitligistErstligist

2012
Fortuna Düsseldorf
Hertha BSC
2:1, 2:2
20091. FC Nürnberg
Energie Cottbus
5:0, 3:0
1991Stuttgarter Kickers
FC St. Pauli
1:1, 1:1, 5:4 i.P.
19851. FC Saarbrücken
Arminia Bielefeld
2:0, 1:1
1983Bayer 05 Uerdingen
Schalke 04
3:1, 1:1

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 14.5.16, 17:40 Uhr