Touré auf dem Abstellgleis – Guardiola fordert Entschuldigung

Bei Pep Guardiola und Yaya Touré hängt der Haussegen schief. Der Coach von Manchester City fordert von seinem Mittelfeldspieler eine Entschuldigung – «sonst spielt er nicht», sagt der Spanier.

Pep Guardiola und Yaya Touré. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Haben nicht das beste Verhältnis Pep Guardiola und Yaya Touré. Imago

Bei Yaya Touré läuft es derzeit nicht sonderlich gut. In der aktuellen Saison kam der 33-Jährige für Manchester City erst einmal zum Einsatz. Und geht es nach Coach Pep Guardiola dürfte sich das auch nicht ändern. Zumindest nicht, bis sich Touré beim Spanier entschuldigt hat. Aber was ist zwischen den beiden vorgefallen?

Tourés Berater ist Schuld

Der Zwist hat seinen Ursprung in einer Äusserung von Tourés Berater Dimitri Seluk. Gegenüber der Zeitung Daily Mail monierte dieser, dass Guardiola seit seinem Amtsantritt nur einmal auf Touré gesetzt hat. Und das im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Steaua Bukarest, das nach dem 5:0-Sieg im Hinspiel allerdings fast bedeutungslos war.

«  Entschuldigt er sich nicht, spielt er nicht. »

Pep Guardiola
über Yaya Touré

Zusatzinhalt überspringen

Rücktritt aus Nationalteam

Yaya Touré hat am Dienstag – kurz vor Guardiolas Forderung nach einer Entschuldigung – seinen Rücktritt aus dem Nationalteam der Elfenbeinküste verkündet. 2004 hatte er sein Debüt für die «Elefanten» gegeben, insgesamt absolvierte er 113 Einsätze und gewann 2015 die Afrika-Meisterschaft.

Bei der Nominierung des Kaders für die Champions-League-Hinrunde verzichtete Guardiola auf den Ivorer. «Sie werden Millionen von Fans in Afrika verlieren», hatte Seluk daraufhin gesagt. «Die afrikanischen Fans werden in Zukunft Manchester United unterstützen», so der Touré-Berater weiter und sprach wegen der Nichtnominierung von einer «Demütigung» seines Spielers.

Nicht die besten Freunde

Am Dienstag äusserte sich der City-Trainer zur Situation. Sein Standpunkt scheint klar. «Touré muss sich entschuldigen. Macht er das nicht, spielt er nicht», gab Guardiola zu verstehen.

Touré habe bislang nicht «die Courage» gehabt, ihn anzurufen, sagte Guardiola weiter. Der Offensivspieler war 2010 für eine Ablöse von 30 Millionen Euro vom damaligen Guardiola-Klub FC Barcelona nach Manchester gewechselt. Schon damals galt das Verhältnis der beiden als belastet.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 19:00 Uhr