Die Chance auf die schnelle Rehabilitation

Die unnötigen Punktverluste gegen Island sind noch nicht vergessen, aber abgehakt. Die Schweizer Nati tritt am Dienstag gegen Norwegen in Oslo (18:40 Uhr live auf SRF zwei) zum drittletzten WM-Quali-Spiel an. Die Ausgangslage ist weiterhin gut.

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Bildlegende: Korrektur Trainer Ottmar Hitzfeld verspricht: «So etwas wie gegen Island wird uns nicht mehr passieren.» Keystone

Der Schock sass tief. Leichtfertig hatten die Schweizer letzten Freitag gegen Island den Sieg verspielt. Der Punkt nach dem 4:4 kam wie eine gefühlte Niederlage daher.

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TV-Hinweis

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Das 8. WM-Quali-Spiel der Schweiz in Norwegen zeigen wir Ihnen am Dienstag ab 18:40 Uhr auf SRF zwei live. Das Duell in Oslo gibt es zudem hier im Livestream zu sehen. Auch mit Radio SRF 3 sind Sie hautnah mit von der Partie.

Nur 4 Tage später misst sich die noch immer die Gruppe E anführende Nati in Oslo mit Norwegen, ihrem ersten Verfolger. «Wir haben sofort die Möglichkeit zu reagieren, uns zu rehabilitieren, eine Reaktion zu zeigen. Ich sehe dies als Chance», sagt Trainer Ottmar Hitzfeld.

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Beste Erinnerungen

Die Partie zwischen Norwegen und der Schweiz wird von Howard Webb geleitet. Die Schweizer Nati hat beste Erinnerungen an den erfahrenen Engländer. Er arbitrierte nämlich die Auftaktpartie der Schweiz bei der WM 2010 in Südafrika, in welcher die Nati den Europameister Spanien 1:0 bezwang.

Die Ausgangslage der Schweiz ist nach wie vor gut. 4 Punkte beträgt die Reserve auf Norwegen bei 3 ausstehenden Partien. Sogar die vorzeitige WM-Qualifikation wäre am Dienstag machbar, wenn auch nicht aus eigener Kraft: Nebst einem Schweizer Sieg müssten Island und Albanien im Direktduell die Punkte teilen und Slowenien dürfte auf Zypern nicht gewinnen.

Gespräche mit und ohne Trainer

Damit die finalen Quali-Spiele nicht zur Zitterphase verkommen, hat Hitzfeld vor der viel Wert auf die Kommunikation gelegt. «Ich habe Dialoge geführt. Die Gespräche waren wichtig, um wieder selbstbewusst auftreten zu können.» Als Profi müsse man mit Rückschlägen umgehen können, so Hitzfeld.

Die Mannschaft suchte nach dem Island-Dämpfer selbst nach Erklärungen und hielt intern ohne Trainer eine Sitzung ab. «Ich finde das super. Das zeigt die Kultur im Team», so Hitzfeld.

Bis ganz zum Schluss

Ein starkes kollektives Auftreten wird von Nöten sein. Von den letzten 7 Duellen mit Norwegen gewann die Schweiz nur eines, ein Test im Jahr 2005. Im «Hinspiel» trennte man sich im vergangenen Oktober 1:1. In Erinnerung geblieben ist die Stärke der Nordländer bei Standards. «Da sind sie immer gefährlich», weiss Hitzfeld. Und: «Sie haben auch spielerisch Fortschritte erzielt.»

Die Schweiz wird den physisch starken Norwegern energisch entgegenhalten müssen. Unerlaubte Mittel könnten dabei Auswirkungen haben: 9 Spielern droht eine Gelbsperre. Der Weg führt deshalb auch und vor allem über das Spielerische. Oder wie es Xherdan Shaqiri auf den Punkt bringt: «Wir müssen Fussball spielen. Dieses Mal bis ganz zum Schluss.»