Die Lage der Nati: Lichtsteiners Erleuchtung und Ruefers Sorgen

Viel Ernüchterung und doch einige Lichtblicke. Eine Bilanz nach den beiden Testspielen der Schweiz in 5 Akten.

    • 1.
      Experten-Analyse I: Alain Sutter zieht Bilanz
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      Alain Sutter nach den Testspielen

      1:53 min, vom 30.3.2016

      SRF-Experte Alain Sutter beantwortet im Video folgende Fragen:

      • Wo sind die Baustellen?
      • Sollte Inler zurückkommen?
      • Wie holt man die Fans zurück?
      • Fazit nach den beiden Tests?
    • 2.
      Die Gewinner und Verlierer
      Renato Steffen. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Drängt ins EM-Kader Renato Steffen. Keystone

      • Gewinner: Wenn sich ein Akteur von den Nicht-Arrivierten empfohlen hat, dann Renato Steffen. Gegen Bosnien wirbelte er sowohl auf der rechten wie auf der linken Seite. Er ist der einzige klassische Flügelspieler im Nati-Kader und damit eine echte Option für Petkovic. Obwohl er nicht gespielt hat: Johan Djourou. Die Abwehr schreit nach einem Patron.
      • Verlierer: Davon gibt es wesentlich mehr. Von den 3 Innenverteidigern hat keiner überzeugt. Das Experiment Philippe Senderos hat noch nicht gefruchtet. Wer im Mittelfeld an der Seite von Granit Xhaka und Valon Behrami spielen soll, ist noch offen. Blerim Dzemaili hat seine Chance gegen Irland nicht genützt. Gelson Fernandes bringt offensiv nichts. Von Pajtim Kasami und Luca Zuffi war wenig zu sehen. Breel Embolo und Haris Seferovic sind weit von ihrer Bestform entfernt.
    • 3.
      Lichtsteiner bringt Licht ins Dunkle
      Video «Lichtsteiner über die Probleme der Nati-Abwehr» abspielen

      Die Probleme der Nati-Abwehr

      2:10 min, vom 29.3.2016
      • Manch einer hört schon gar nicht mehr hin, wenn Fussballer nach den Spielen vorgefertigte Phrasen von sich geben. Geradezu erleuchtend war am Dienstagabend die Erklärung von Captain Lichtsteiner zu den aktuellen Problemen der Nati (siehe Video).
      • Die Quintessenz: Weil die Schweiz gegen auf dem Papier kleinere Mannschaften wie an der EURO gegen Albanien und Rumänien das Spiel machen will und ein Pressing aufzieht, müssen die Spieler einen grösseren Raum hinter sich verteidigen. Gemäss Lichtsteiner passiere dies vor allem dann, wenn man «zu lang» stehe (zu grosse Distanz zwischen Stürmern und Verteidigern). Die Abwehrspieler müssten sich deshalb getrauen, höher zu stehen.
    • 4.
      Der eingeschlagene Weg oder die (zu) hohen Ansprüche
      Vladimir Petkovic. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Soll die Schweiz an die WM führen Vladimir Petkovic. Keystone

      • «Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz, die hinten reinsteht und auf Konter spielt», sagt Lichtsteiner. Die Frage lautet nur, ob die Substanz dazu vorhanden ist. Natürlich hat Xherdan Shaqiri gefehlt. Der Blick auf die Leistungen der Nati-Akteure in ihren Klubs ist dennoch ernüchternd. Petkovic hat sein Team beieinander. Viele andere Optionen bleiben ihm nicht. Granit Xhaka ist der neue Chef, sein Potenzial ist augenfällig. Wer jetzt Gökhan Inler zurückfordert, ist ein Opportunist.
      • Kann die Schweiz ihr grosses Ziel, die Achtelfinal-Hürde in Frankreich zu nehmen, erreichen? Im Moment spricht nicht viel dafür. Letztlich geht es aber auch um eines: die Frage des Stils. Die Nati will spielen wie die Grossen. Das ehrt Petkovic. Ob sich sein Mut auszahlen wird und die Spieler mitziehen, wird sich zeigen. Der Verband hat mit der Verlängerung bis Ende der WM-Quali ein Zeichen gesetzt.
    • 5.
      Experten-Analyse II: «Wir müssen uns Sorgen machen»
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      Sascha Ruefer zur Lage der Nati

      1:49 min, vom 30.3.2016

      SRF-Kommentator Sascha Ruefer sagte schon vor dem Bosnien-Spiel, dass bei einer allfälligen Niederlage grosse Fragezeichen auftauchen würden. Die Befürchtungen haben sich bestätigt, die Unsicherheit im Team ist gross. Warum Ruefer dennoch nicht alles schwarz sieht, erfahren Sie im Video.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.3.2016, 20:00 Uhr