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Nationalmannschaft Die Lage der Nati: Lichtsteiners Erleuchtung und Ruefers Sorgen

Viel Ernüchterung und doch einige Lichtblicke. Eine Bilanz nach den beiden Testspielen der Schweiz in 5 Akten.

  • 1. Experten-Analyse I: Alain Sutter zieht Bilanz

    SRF-Experte Alain Sutter beantwortet im Video folgende Fragen:

    • Wo sind die Baustellen?
    • Sollte Inler zurückkommen?
    • Wie holt man die Fans zurück?
    • Fazit nach den beiden Tests?
  • 2. Die Gewinner und Verlierer

    Renato Steffen.
    Legende: Drängt ins EM-Kader Renato Steffen. Keystone
    • Gewinner: Wenn sich ein Akteur von den Nicht-Arrivierten empfohlen hat, dann Renato Steffen. Gegen Bosnien wirbelte er sowohl auf der rechten wie auf der linken Seite. Er ist der einzige klassische Flügelspieler im Nati-Kader und damit eine echte Option für Petkovic. Obwohl er nicht gespielt hat: Johan Djourou. Die Abwehr schreit nach einem Patron.
    • Verlierer: Davon gibt es wesentlich mehr. Von den 3 Innenverteidigern hat keiner überzeugt. Das Experiment Philippe Senderos hat noch nicht gefruchtet. Wer im Mittelfeld an der Seite von Granit Xhaka und Valon Behrami spielen soll, ist noch offen. Blerim Dzemaili hat seine Chance gegen Irland nicht genützt. Gelson Fernandes bringt offensiv nichts. Von Pajtim Kasami und Luca Zuffi war wenig zu sehen. Breel Embolo und Haris Seferovic sind weit von ihrer Bestform entfernt.
  • 3. Lichtsteiner bringt Licht ins Dunkle

    • Manch einer hört schon gar nicht mehr hin, wenn Fussballer nach den Spielen vorgefertigte Phrasen von sich geben. Geradezu erleuchtend war am Dienstagabend die Erklärung von Captain Lichtsteiner zu den aktuellen Problemen der Nati (siehe Video).
    • Die Quintessenz: Weil die Schweiz gegen auf dem Papier kleinere Mannschaften wie an der EURO gegen Albanien und Rumänien das Spiel machen will und ein Pressing aufzieht, müssen die Spieler einen grösseren Raum hinter sich verteidigen. Gemäss Lichtsteiner passiere dies vor allem dann, wenn man «zu lang» stehe (zu grosse Distanz zwischen Stürmern und Verteidigern). Die Abwehrspieler müssten sich deshalb getrauen, höher zu stehen.
  • 4. Der eingeschlagene Weg oder die (zu) hohen Ansprüche

    Vladimir Petkovic.
    Legende: Soll die Schweiz an die WM führen Vladimir Petkovic. Keystone
    • «Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz, die hinten reinsteht und auf Konter spielt», sagt Lichtsteiner. Die Frage lautet nur, ob die Substanz dazu vorhanden ist. Natürlich hat Xherdan Shaqiri gefehlt. Der Blick auf die Leistungen der Nati-Akteure in ihren Klubs ist dennoch ernüchternd. Petkovic hat sein Team beieinander. Viele andere Optionen bleiben ihm nicht. Granit Xhaka ist der neue Chef, sein Potenzial ist augenfällig. Wer jetzt Gökhan Inler zurückfordert, ist ein Opportunist.
    • Kann die Schweiz ihr grosses Ziel, die Achtelfinal-Hürde in Frankreich zu nehmen, erreichen? Im Moment spricht nicht viel dafür. Letztlich geht es aber auch um eines: die Frage des Stils. Die Nati will spielen wie die Grossen. Das ehrt Petkovic. Ob sich sein Mut auszahlen wird und die Spieler mitziehen, wird sich zeigen. Der Verband hat mit der Verlängerung bis Ende der WM-Quali ein Zeichen gesetzt.
  • 5. Experten-Analyse II: «Wir müssen uns Sorgen machen»

    SRF-Kommentator Sascha Ruefer sagte schon vor dem Bosnien-Spiel, dass bei einer allfälligen Niederlage grosse Fragezeichen auftauchen würden. Die Befürchtungen haben sich bestätigt, die Unsicherheit im Team ist gross. Warum Ruefer dennoch nicht alles schwarz sieht, erfahren Sie im Video.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.3.2016, 20:00 Uhr

26 Kommentare

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  • Kommentar von Pete Peyer, Biel
    Eine möglichkeit die Fussballschweiz wieder glücklich zu machen wäre wenn diesen Herr Petkovic vor die Tür stellt und einen Herr Tami oder eine Herr Favre holt welches auch Schweizer sind? Die andere wäre solch Mistspiele der Schweiz gar nicht mehr zu übertragen und eine Sportart bevorzugen zb. Unihockey oder Handball!
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  • Kommentar von Mätz Heusser, Meilen
    Die Lösung ist einfach. Lucien Favre überzeugen das Team bis wenigstens nach der EM zu übernehmen. Viele Spieler kennen seine Idee, die Fans würden voll dahinter stehen. Wenn jetzt nichts passiert ist die Einstellung des SFV "dabei sein ist alles". Diese Einstellung ist dem Aufwand unserer ausgezeichneten Juniorenförderung nicht würdig. Also SFV Führung, die gelegenheit zu zeigen das ihr "Eier" habt und mehr wollt als das Minimum!
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  • Kommentar von Fabrice Beyeler, Bern
    Herr Petkovic wieso geben sie z.B Fabian Lustenberger keine Chance? Er kann ja nur besser sein als die Innenverteidiger, die wir haben!
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    1. Antwort von Franz Huber, Zürich
      Weil einer der bei seinem Klub auch den Stammplatz verloren hat, aber in der Nati eine Spielgarantie verlangt, nichts verloren hat im Team.
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