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Nationalmannschaft Ein Test für das Vertrauen

Die Schweizer Nati muss im Test gegen Irland am Freitag wohl auf Stephan Lichtsteiner und Xherdan Shaqiri verzichten. Die Partie in Dublin wird damit zur Chance für weniger etablierte Kräfte.

«Es ist etwas Schönes, wenn man so kurz vor der EM nochmals eine Chance erhält, seine Leistung auf dem Platz abzurufen und dem Trainer zu zeigen, dass man da ist.» Diese Aussage von Timm Klose würden wohl auch weitere Schweizer Nationalspieler unterschreiben. Das erste von vier Testspielen vor der EURO 2016 in Frankreich bietet die Gelegenheit, sich Nationalcoach Vladimir Petkovic aufzudrängen.

Es ist ein sehr wichtiger Zusammenzug und es ist wichtig, dass alle dabei sind.
Autor: Yann Sommer

Denn mit Aussenverteidiger Stephan Lichtsteiner und Offensivspieler Xherdan Shaqiri fehlen beim Auftakt ins EM-Jahr wohl gleich zwei Stammkräfte angeschlagen. Juventus-Söldner Lichtsteiner plagt sich mit muskulären Problemen in der rechten Wade herum, der Stoke-Offensivspieler laboriert an einer Oberschenkelzerrung.

Wer trägt die Captainbinde?

«Es sind einige Spieler nicht dabei, es wird eine etwas andere Mannschaft auf dem Platz stehen», weiss auch Goalie Yann Sommer. Dem Gladbach-Keeper könnte gar die Ehre zuteilwerden, die Schweiz in Dublin als Captain aufs Feld zu führen.

Denn Sommer ist die designierte Nummer 4 hinter dem langjährigen Captain Gökhan Inler, der heuer nicht aufgeboten wurde, Lichtsteiner und Valon Behrami. Dieser liess das Abschlusstraining aus. «Es ist nicht so schlimm, er ist ein bisschen erkältet», so Petkovic, der hofft, dass Behrami am Freitag dabei sein kann.

Dem 16. Duell mit Irland – dem ersten seit Oktober 2005 – kommt aus Sommers Sicht eine grosse Bedeutung zu. «Wir müssen uns ein gutes Gefühl holen für die Vorbereitung», so der Keeper. Zentral sei, ein positives Gefühl und Vertrauen zu gewinnen. Sommer streicht die Bedeutung der Partie noch einmal hervor, indem er sagt: «Es ist ein sehr wichtiger Zusammenzug und es ist wichtig, dass alle dabei sind.»

Mögliche Startformationen

Irland: Elliot (Newcastle); Coleman (Everton), O'Shea (Sunderland), Duffy (Blackburn), Ward (Burnley); McGeady (Sheffield Wednesday), Meyler (Hull), McCarthy (Everton); Judge (Brentford); Long (Southampton), Doyle (Colorado).
Schweiz: Sommer (Mönchengladbach); Lang (Basel), Schär (Hoffenheim), Klose (Norwich), Rodriguez (Wolfsburg); Behrami (Watford), Xhaka (Mönchengladbach); Embolo (Basel), Dzemaili (Genoa), Mehmedi (Leverkusen); Seferovic (Frankfurt).
Legende: Video «Die Nati vor dem Test gegen Irland» abspielen. Laufzeit 2:06 Minuten.
Vom 24.03.2016.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Nationalmannschaft

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie das Testspiel Irland - Schweiz am Karfreitag ab 20:30 Uhr auf SRF zwei, srf.ch/sport und Radio SRF 3.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn, Winterthur
    Beiden Spielern erst mal gute Genesung! Für Lichtsteiger haben wir zu Zeit keinen gleichwertigen back-up. Da geht es um Varianten von Ersatzspielern zu testen. Dass Shaqiri fehlen muss erachte ich als Möglichkeit, eine andere Variante Angriff zu versuchen. Ziel müsste sein, dass die Angriffsbemühungen weniger auf eine Person gerichtet sind - und so weniger leicht auszurechnen. Das sollte eher ein Spiel in Breite und Tiefe ermöglichen, welches dem Gegner grössere Wege aufzwingt.
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    1. Antwort von Josef Heinrich, Wil
      H. Zumbrunn: Auf der Position des rechten Aussenverteidigers haben wir - anders als auf der linken Seite - mit Michael Lang einen super back-up, der ja mit dem FCB voll eingeschlagen hat. Auch in der Nati hat er jeweils toll gespielt. An ihm werden wir in den nächsten Jahren noch viel Freude haben.
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