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Nationalmannschaft Eine «logische Niederlage» zum Jahres-Abschluss

Nach einer wenig berauschenden Leistung hat die Schweizer Nationalmannschaft beim 1:2 in Südkorea erstmals seit 14 Spielen den Platz wieder einmal als Verliererin verlassen müssen. Die Enttäuschung hielt sich bei den Eidgenossen angesichts der speziellen Umstände in Grenzen.

«Mehr lag einfach nicht drin», fasste Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld den letzten Auftritt der Landesauswahl im Jahr 2013 zusammen. Natürlich sei es ärgerlich gewesen, kurz vor Schluss noch einen Gegentreffer zu kassieren, doch Südkorea habe sich den Sieg verdient.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr machten sich bei den Gästen die Reisestrapazen und die ungewohnt kurze Vorbereitungszeit bemerkbar. So fiel die Schweiz gegen am Ende in allen Belangen überlegene Asiaten durch den «Belastungstest», wie es Hitzfeld vor der Partie genannt hatte. «Es war fast logisch, dass wir das Spiel noch verlieren würden», zeigte sich der Nati-Coach wenig überrascht.

Legende: Video Fabian Lustenberger über sein Debüt in der A-Nati abspielen. Laufzeit 00:14 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.11.2013.

Lustenbergers Debüt

Von einer «bitteren Niederlage» sprach Fabian Lustenberger, der seinen Einstand in der A-Nationalmannschaft gab. Der Hertha-Captain kam in der 2. Halbzeit zum Einsatz, in welcher die Südkoreaner dank zweier Treffer von Jeong-Ho Hong (59.) und Chung-Yong Lee (87.) die Partie noch wenden konnten.

So wusste Lustenberger nach der Partie nicht recht, ob er sich nun freuen oder ärgern sollte: «So kurz nach dem Spiel ist die Enttäuschung gross. Dennoch bin ich froh, dass ich mein erstes Spiel machen konnte.»

Kasami als Lichtblick

Einer der wenigen Lichtblicke im Schweizer Team war Pajtim Kasami. Der 21-Jährige überzeugte nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0, er markierte auch physische Präsenz und liess als hängende Spitze seine Qualitäten als Spielgestalter aufblitzen. «Er schafft uns eine weitere Alternative in unserem Offensivspiel», sagte Hitzfeld.

Legende: Video Pajtim Kasami über sein erstes Tor in der A-Nati abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.11.2013.

So richtig freuen mochte sich Kasami über seinen ersten Treffer für die A-Nati nicht. «Es wäre schöner gewesen, wenn wir auch gewonnen hätten», so der Fulham-Söldner. Kasami machte keinen Hehl daraus, dass die ungewohnten Umstände die Leistungen beinflusst haben. Dennoch sei es «eine wichtige Erfahrung» gewesen, welche jeden einzelnen Spieler - auch hinsichtlich der WM in Brasilien - weiterbringen werde.

Hitzfelds Vorfreude auf die WM

Auf einen Lerneffekt hofft auch Hitzfeld. Der Lörracher lässt sich durch den missglückten Test die Laune nicht verderben. Sein Blick richtet sich bereits wieder nach vorne, im Fokus ist dabei natürlich die WM in Brasilien. Erst folgt die Auslosung der WM-Gruppen am 6. Dezember, dann das nächste Testspiel im März, ehe im Mai die unmittelbare WM-Vorbereitung beginnt. «Die Vorfreude ist sehr gross», so Hitzfeld.

Legende: Video Südkorea - Schweiz: Höhepunkte («sportlive») abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.11.2013.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Marco DeZonc, Solothurn
    Aha, da reist die Mannschaft um die halbe Welt, im Wissen, dass man zu ausgelaugt sein würde für einen Sieg. Wieso, was hat diese Übung gebracht, ausser flegelhafte Bilder im Blick? Reisestrapaze im der Business-Klasse, klar, wenn diese Spieler zu hause min. 150 m2 zum relaxen haben. Ich habe das auch, habe aber gearbeitet und nicht gespielt.
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    1. Antwort von YB forever, Wankdorf
      Wenn unsere Gesellschaft bereit ist, für Fussball so viel zu bezahlen, kann man das doch den Spielern nicht zum Vorwurf machen. Medien und viele andere Firmen benützen diesen Sport als teuren Werbeträger, und wir Fans und Bürger/innen konsumieren das beworbene Produkt bereitwillig und finanzieren den Fussball damit auch indirekt. Fussballspiele sind heute eine einzige Werbeveranstaltung. Im Fernsehen einen Spot in er Halbzeitpause eines WM-Spieles zu schalten, kostet ein Vermögen! Warum wohl?
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