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Nati gegen Litauen Drei Punkte allein reichen nicht

Um die Ausgangslage im Duell mit Italien um Rang 1 in der WM-Quali-Gruppe C markant zu verbessern, braucht die Nati gegen Litauen neben dem Sieg möglichst viele Tore.

Schweizer Spieler jubeln.
Legende: Streben in Litauen einen klaren Sieg an Xherdan Shaqiri und seine Teamkollegen. Keystone

Der dominante Auftritt beim 2:0-Erfolg gegen Nordirland am Samstag hat die Schweizer Nati darin bestätigt, dass sie Pflichtaufgaben weiterhin – und wie in der Ära von Vladimir Petkovic – erfüllen kann. Und vor allem: Dass sie im Fernduell um den Gruppensieg mit Italien wieder auf Kurs ist. Mit einem Sieg in Litauen würde das Team von Trainer Murat Yakin in der Tabelle der Gruppe C zum Europameister aufschliessen.

Zu knappe Siege

Doch der bisherige Weg der ungeschlagenen Schweizer durch diese Qualifikation hat einen Makel. Sie schiessen zu wenige Tore, deshalb fallen ihre Siege zu wenig hoch aus. Beim 3:1 in Bulgarien, beim 1:0 zuhause gegen Litauen und zuletzt beim 2:0 gegen dezimierte Nordiren wären klare Siege möglich gewesen.

«Es wäre schade, wenn wir am Ende den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation wegen einem Tor verpassen würden», hatte etwa Stürmer Breel Embolo in einer kritischen Analyse schon im März nach dem Startspiel in Bulgarien gesagt.

Video
Yakin: «Wir brauchen einen Embolo in dieser Verfassung»
Aus Sport-Clip vom 12.10.2021.
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Live-Hinweis

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Verfolgen Sie das Auswärtsspiel der Schweizer Nati gegen Litauen am Dienstagabend ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.

Italien feierte Kantersieg

Am Ende entscheidet in einem Fifa-Wettbewerb bei Punktgleichheit nämlich die Tordifferenz und nicht die Direktbegegnung über die Rangierung. Da die Schweiz gegenüber Italien um sechs Treffer schlechter dasteht, würde sie in der Endabrechnung für den Gruppensieg und die direkte Qualifikation mehr Punkte brauchen als die Italiener. Ein Sieg im Auswärtsspiel in Rom am 12. November wäre also Pflicht.

Mögliche Schweizer Aufstellung

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Sommer; Widmer, Schär, Elvedi, Rodriguez; Freuler, Sow; Fassnacht, Shaqiri, Zuber; Embolo.

Es sei denn, die Schweizer drücken gegen Litauen aufs Gas und schaffen, was den Italienern gegen diesen Gegner vor rund einem Monat gelungen ist. Der Europameister fertigte die Fifa-Nummer 137 nämlich gleich mit 5:0 ab. Der Hauptanteil der Marge der Italiener auf die Schweiz stammt aus diesem Spiel.

Böse Erinnerungen an 2017

Die Schweizer sind in dieser Thematik gebrannte Kinder. In der WM-Qualifikation 2017 gewannen sie neun von zehn Spielen, wurden aber nur Gruppenzweite, weil die punktgleichen Portugiesen die um zwölf Treffer bessere Tordifferenz aufwiesen. Die Teilnahme an der WM in Russland mussten sich die Schweizer in den Playoffs gegen Nordirland erkämpfen.

SRF zwei, sportlive, 9.10.2021, 20:10 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von luca de angelis  (lucadeangelis)
    wenn ich solche kommentare lese, muss ich fest schmunzeln…7:0, 6:0, nein, noch höher…warten wir mal ab und rechnen später…
  • Kommentar von Tim Oppliger  (Tim Oppliger)
    Stimmt schon mit dem Torverhältnis. Aber Italien muss auch noch nach Nordirland reisen. Da muss man auch zunächst gewinnen. Da hat die Schweiz mit dem Heimspiel gegen Bulgarien doch eine deutlich einfachere Aufgabe zu lösen. Ich denke es ist durchaus möglich, dass die Schweiz auch mit einem Unentschieden in Italien noch Gruppenerste werden kann, auch wenn sie das schlechtere Torverhältnis haben.
  • Kommentar von Chuck Müller  (Chuck)
    Ich finde es sehr schade, wie niedrige Erwartungen viele Schweizer an unsere Nati haben. Die Zeiten, wo man sich über jeden Punktegewinn freuen musste sind vorbei. Wir haben an den individuellen Qualitäten der Spieler gemessen ein top Team. Ja, nicht gerade Weltmeisteranwärter, aber trotzdem. Gegen Nordirland wäre definitiv mehr drinn gelegen. Diese Einstellung, freuen wir uns doch einfach über jeden Sieg, ist sehr kontraproduktiv. Das Ziel muss der Gruppensieg sein. Und für das brauchts mehr.