Nico Elvedi: 19-jährig, Bundesliga-Stammspieler und Nati-Debütant

In 2 Jahren von der Promotion League in die Bundesliga und die Nationalmannschaft. Nico Elvedi hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich.

Elvedi vor einer Kamera Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neue Erfahrung Elvedi rückte erstmals ins Camp des Nationalteams ein. Keystone

  • Die Familie Elvedi kommt aus dem bündnerischen Val Lumnezia.
  • 2006 wechselte Nico Elvedi als 10-Jähriger vom FC Greifensee in den Nachwuchs des FCZ.
  • 2015 folgte der Transfer zu Borussia Mönchengladbach.
  • In der U19-Nati trug Elvedi die Captainbinde, jetzt ist er erstmals für die A-Nati aufgeboten.

Vor zwei Jahren spielte Nico Elvedi noch für die U21-Mannschaft des FC Zürich. Heute steht er bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag, hat dort den Sprung zum Stammspieler geschafft und ist erstmals für die Nationalmannschaft aufgeboten.

«Ich kann es selbst kaum glauben, es ging alles sehr schnell», konstatiert der 19-Jährige auch selbst. Und fügt gleich an: «So kann es weitergehen.»

Ein Spieler für viele Positionen

Wenn es so weitergeht, ist nicht ausgeschlossen, dass Elvedi im Juni zur EM nach Frankreich fährt. «Der Kader ist ja keine geschlossene Gruppe - da kann sich immer noch etwas ändern», lässt sich Nati-Coach Vladimir Petkovic beim kicker zitieren.

Elvedi ist ein Spielertyp, wie ihn Petkovic mag. Jung, talentiert und vor allem: vielseitig einsetzbar. Als Junior spielte Elvedi im Mittelfeld, mittlerweile ist er in der Verteidigung zuhause. Hier agiert er mal im Zentrum, dann wieder auf der rechten Seite. Und am vergangenen Wochenende setzte Borussen-Trainer Andre Schubert den Schweizer plötzlich im rechten Mittelfeld ein.

Mönchengladbachs Sieg gegen die Bayern

1:16 min, aus sportaktuell vom 5.12.2015

Bayern-Match als grosse Chance

Schubert setzt auf Elvedi. Seit dem 5. Dezember 2015. Damals stand Elvedi erstmals in der Startformation der «Fohlen». 14 Minuten Bundesliga-Luft, verteilt auf drei Teileinsätze, hatte er vorher erst geschnuppert.

Elvedi packte die Chance, bereitete beim 3:1-Heimsieg über den grossen Favoriten Bayern einen Treffer vor und gehörte fortan zum Stammpersonal.

Der frühe Wechsel nach Deutschland

So kann es gehen. Absehbar war dies nicht zwingend. Als Elvedi im Sommer 2015 für rund 4 Millionen Euro vom FCZ zu den Borussen wechselte, stellte sich mancher die Frage, ob dieser Transfer nicht zu früh komme. Auf jeden Fall galt Elvedi als Talent, das es behutsam aufzubauen gelte. Elvedi sammelte Spielpraxis in der zweiten Mannschaft. Und war bereit, als seine Chance kam.

Das Aufgebot für die Nationalmannschaft ist der nächste logische Schritt in Elvedis Karriere. Seinen Klub freut's. «Ich werde bestimmt wertvolle Erfahrungen aus der Nati mitnehmen. Und natürlich hoffe ich auf einen ersten Einsatz», meint Elvedi.

Umfrage

  • Gibt es für Elvedi einen Platz im EM-Kader?

  • Ja, er hat sich mit starken Leistungen aufgedrängt und ist vielseitig einsetzbar.

    89%
  • Nein, Elvedi hat zwar einen guten Lauf, zum Nati-Spieler muss er aber noch reifen.

    10%
  • 2928 Stimmen wurden abgegeben

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Nationalmannschaft.