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Nationalmannschaft Reduziertes Nati-Training: Rodriguez im Fokus

Die Schweizer Nati hat in Freienbach die erste Trainingseinheit im Hinblick auf das EM-Qualifikationsspiel vom Samstag gegen Litauen absolviert. Dass Ricardo Rodriguez nach mehrwöchiger Verletzungspause einrückte, sorgte in Wolfsburg für Unmut.

Ricardo Rodriguez
Legende: Unmut in Wolfsburg Ricardo Rodriguez rückte ins Trainingscamp der Schweiz ein. Keystone

Die Präsenz von Ricardo Rodriguez im Schweizer Trainingscamp, wo er am Montag nach mehrwöchiger Verletzungspause ein paar Jogging-Runden drehte, sorgte bei seinem Klub Wolfsburg für Unmut. Manager Klaus Allofs äusserte sein Unverständnis im deutschen Fachmagazin Kicker: «Wir finden es seltsam, dass er nominiert wurde.» Rodriguez dürfe nichts riskieren. «Er kann jetzt nicht von null auf 100 gehen. Wir erwarten, dass man Rici nicht unter Druck setzt», forderte Allofs.

Die SFV-Verantwortlichen reagieren gelassen auf die Kritik aus der Chef-Etage des Bundesliga-Zweiten. Peter Stadelmann, der Delegierte des Nationalteams, zeigte sich nicht überrascht: «Wir kennen die Vorbehalte.» Nationalcoach Vladmir Petkovic äussert sich am Dienstag zur Personalie Rodriguez.

Rodriguez denkt an Einsatz - Widmer abgereist

Der angeschlagene Offensiv-Verteidiger (Entzündung im Gesässmuskelbereich) schliesst einen Einsatz im EM-Ausscheidungsspiel gegen Litauen am Samstag in St. Gallen jedenfalls nicht aus. Als Alternative käme François Moubandje infrage. «Ich bin bereit», erklärte der Toulouse-Profi selbstbewusst.

Petkovic liess 14 Akteure (2 Torhüter und 12 Feldspieler) wie geplant ein reduziertes Programm absolvieren. Neben Rodriguez pausierten auch Goalie Yann Sommer, Philippe Senderos (Wadenverhärtung) und Valon Behrami (Kniebeschwerden). Marwin Hitz, Goalie Nummer 3, reist wegen einer Bronchitis erst am Dienstag an. Silvan Widmer musste bereits wieder abreisen. Eine MRI-Untersuchung ergab, dass im rechten Sprunggelenk des Udinese-Verteidigers eines der drei Aussenbänder gerissen ist. Petkovic hatte schon am Sonntagabend vorsorglich Michael Lang von den Grasshoppers nachnominiert.

Mvogo und die Absage an Kamerun

Petkovic stand neben Roman Bürki mit Yvon Mvogo ein zweiter gesunder Goalie zur Verfügung. Der Berner Neuling erklärte: «Es ist mir eine Ehre, hier Erfahrungen sammeln zu dürfen.» Der 20-jährige YB-Torhüter mit afrikanischen Wurzeln verriet auch, warum er im Sommer eine WM-Einladung Kameruns ausschlug. «Ich habe Volker Finke abgesagt, weil ich der Schweiz sehr viel verdanke», sagte Mvogo.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 10.11.14 18:45 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Vincent Ullmann, 1700 Fribourg
    diese Söldner-, eher Gladiatoreneinsätze in Fussball / Eishockey müssen redimensioniert werden. Es geht nicht an, dass hochbezahlte Spieler / Funktionäre vor fanatisierten Fans / Medien medizinisch - ethisch nicht verantwortbare Risiken / Verletzungen eingehen, die letztlich das Gesundheitswesen und die Allgemeinheit belasten. Ein Foul jederart gehört mit Ausschluss geahndet. Ermahnungen /Freistösse sollen f."ruppiges" Spiel, nicht f. fahrlässige oder böswillige Aktionen reserviert bleiben
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  • Kommentar von Gian-Marco C., Schaffausen
    Ich rechne es Mvogo hoch an, dass er sich für die Schweiz entschieden hat. Dass er so gut ist wie er ist verdankt er der Schweizer Ausbildung. Es sind (zu) viele die in der Schweiz aufgewachsen sind und alles dem Schweizer Fussball verdanken, die sich aber wegen diversen Gründen für eine andere Nationalmannschaft entschieden haben. Ist das Dankbarkeit? Toll Mvogo!
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