Was passiert mit Blerim Dzemaili?

Die Leistungen von Blerim Dzemaili in der Nati waren zuletzt nicht über alle Zweifel erhaben. Reagiert Vladimir Petkovic?

Blerim Dzemaili. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Läuft seiner Form hinterher Blerim Dzemaili. Keystone

32 – so viele Ballkontakte hatte Blerim Dzemaili im Barrage-Hinspiel gegen Nordirland. Nur die meist in der Luft hängende Sturmspitze Haris Seferovic hatte mit 27 noch weniger. Zum Vergleich: Goalie Yann Sommer, auch wenn im modernen Fussball fast schon ein 11. Feldspieler, war 41 Mal am Ball.

32 – es ist nur eine Zahl. Und doch ein Indiz dafür, dass Dzemaili derzeit seiner Bestform hinterher hinkt. Gegen Nordirland wirkte er wie schon gegen Portugal fahrig. Immer wieder unterliefen ihm Fehlpässe, offensiv trat er kaum in Erscheinung. Beim SRF-Rating fiel der 31-Jährige mit 2,5 von 5 Punkten ab.

Was wären Alternativen zu Dzemaili?

Die Stimmen, die den formschwachen Dzemaili gerne auf der Bank sehen würden, werden lauter. Mit Fabian Frei und Admir Mehmedi hätte Vladimir Petkovic valable Alternativen. So fordert zum Beispiel FCB-Legende Karl Odermatt in der Basler Zeitung:

«  Ich würde Fabian Frei bringen, der ist in Form und kennt das Stadion bestens. »

Karl Odermatt

Frei ist aber keine Option mehr. Der Mainz-Profi hat wegen eines Todesfalls in der Familie das Nati-Camp verlassen.

Oder aber der Nati-Coach setzt mit Breel Embolo auf einen zweiten Stürmer. Das würde Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz gerne sehen:

«  Ich würde mit einem Zwei-Mann-Sturm agieren. Ganz vorne Embolo, allenfalls Seferovic. Shaqiri dahinter.  »

Kubilay Türkyilmaz

Dass Dzemaili aktuell nicht an sein gewohntes Rendement herankommt, überrascht nicht. Der letzte Ernstkampf des Montreal-Söldners liegt fast einen Monat zurück, er hielt sich zuletzt bei Ex-Klub Bologna fit.

Die Frage drängt sich auf: Hat Dzemaili seinen Kredit aufgebraucht oder erhält er im Rückspiel am Sonntag (17:20 Uhr live) nochmals eine Chance?

Soll Dzemaili gegen Nordirland spielen?

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