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Löw: «Es wird viele 1-gegen-1-Duelle geben gegen die Schweiz»
Aus Sport-Clip vom 12.10.2020.
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Vor Spiel gegen die Schweiz Bundestrainer Löw steht in der Kritik

Nach zuletzt mässigen Leistungen sehen sich die DFB-Elf und Joachim Löw Gegenwind ausgesetzt. Ein Sieg gegen die Schweiz soll die Wogen glätten.

Für einmal liess sich Joachim Löw aus der Reserve locken. Nach dem 2:1 am Samstag in Kiew – dem ersten Sieg Deutschlands überhaupt in der Nations League – setzte der ansonsten besonnene Bundestrainer zu einem gut 4-minütigen Monolog an. «Kritik ist okay, kann jeder gerne tun! Aber wir haben unsere Linie, wir haben unseren Plan», sagte Löw.

Wer im Fussball tätig ist - egal ob bei einem Klub oder beim DFB -, muss auch den Fussball exklusiv in den Mittelpunkt stellen
Autor: Karl-Heinz Rummeniggeübt deutliche Kritik am DFB

Der für löwsche Verhältnisse emotionale Ausbruch hatte diverse Gründe. Seit dem Ausscheiden als Titelverteidiger in der Vorrunde an der WM 2018 in Russland sieht sich der Bundestrainer immer wieder mit Kritik konfrontiert.

Joachim Löw
Legende: Geht durch eine schwierige Phase als DFB-Trainer Joachim Löw. imago images

Prominente Kritiker

Zuletzt hatte sich Bastian Schweinsteiger, Löws Vorkämpfer auf dem Weg zum WM-Titel 2014, kritisch zu den Geschehnissen rund um die Mannschaft und den DFB geäussert. «Man kann sich nicht mehr zu 100 Prozent identifizieren mit der Nationalmannschaft, das ist schade», sagte ARD-Experte Schweinsteiger.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie das Spiel der Nations League zwischen Deutschland und der Schweiz am Dienstag live auf SRF zwei und in der Sport App.

  • Vorberichterstattung: Ab 20:10 Uhr
  • Anpfiff: 20:45 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge übte in einem Interview mit der Bild am Sonntag harsche Kritik am Verband. «Wer im Fussball tätig ist – egal ob bei einem Klub oder beim DFB –, muss auch den Fussball exklusiv in den Mittelpunkt stellen», sagte der Vorstandvorsitzende von Bayern München. Dies sei beim Verband momentan nicht gegeben.

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Das «grosse Ganze» im Fokus

Auch sportlich läuft es für den 4-fachen Weltmeister harzig. Der 2018 eingeleitete Umbruch kommt für viele nur schleppend voran. Gegen die Ukraine gelang zumindest der erste Sieg in diesem Jahr, nachdem die DFB-Auswahl sowohl gegen Spanien (1:1), die Schweiz (1:1) und die Türkei (3:3) Führungen aus der Hand gegeben hatte.

Vor dem Duell gegen die Schweiz in Köln verwies Löw noch einmal auf den Blick auf «das grosse Ganze». Die Resultate gegen die Ukraine und die Schweiz seien wichtig, «aber auch die Entwicklung», sagte der 60-Jährige, der in seinem 15. Jahr als Bundestrainer steht.

Kroos vor dem 100. Einsatz

Bei einem Einsatz gegen die Schweiz steigt Toni Kroos als 15. deutscher Spieler in den Club der Hunderter auf. «Es ist eine schöne Zahl, eine runde Zahl. Trotzdem werde ich mich damit nicht lange aufhalten», betonte der Mittelfeld-Regisseur von Real Madrid. Es gehe ihm um die Europameisterschaft.

Neben Kroos könnte auch Joshua Kimmich ein Jubiläum feiern: Der 25-Jährige steht vor seinem 50. Einsatz für Deutschland.

Keine Zuschauer in Köln

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Die Nations-League-Partie der Schweizer Nationalmannschaft gegen Deutschland am Dienstag in Köln wird als Geisterspiel ausgetragen. Wegen den hohen Corona-Infektionszahlen – der Grenzwert liegt bei mehr als 35 Infizierten pro 100'000 Einwohner innert 7 Tagen – hat das Kölner Gesundheitsamt dem DFB «erneut untersagen müssen, Zuschauer zuzulassen.» Der DFB verzichtet darauf, einen Antrag auf Zulassung von 300 Zuschauern zu stellen.

SRF zwei, sportlive, 10.10.2020, 20:10 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
    Heute bekommt er den perfekten Aufbaugegner für die Imagepflege: Spielstark aber nicht besonders torgefährlich = gutes Spiel und Sie für Deutschland.
  • Kommentar von Lorenzo Ciliberto  (Lavrentius)
    Na ja, auch wenn es um nicht viel geht, wäre es schön wenn die Schweiz mal gewinnen könnte. Diesmal kein Aussetzer von Sommer, dann kann es klappen. Übrigens: Die sind nicht einen Hauch besser als z.B. Spanien, aber ihr tut immer so als wäre Deutschland das Mass aller Dinge...
    1. Antwort von Romeo Bopa  (RoBoPa)
      Wer tut so?
  • Kommentar von Larsen LANDWEHR  (ElTröte)
    Löw hat doch mit dem Titel 2014 genau soviel zu tun wie H.Schön 1974. Seine Zeit ist schon längst abgelaufen.
    1. Antwort von Peter Hahnau  (Peter Hahnau)
      Das stimmt. Spätestens seit Hansi Flick die Bayern wieder auf Erfolgsspur gebracht hat ist es für jeden offensichtlich, wer in der Nationalmannschaft bis 2014 die eigentliche Leistung im Trainerteam erbracht hat. Seit Flick nicht mehr Co-Trainer ist, hat Deutschland nichts mehr gerissen. Löw ist ohne ihn aufgeschmissen.