Wütender Captain, unwilliger Penaltyschütze

Der Cupsieger ist draussen. Nach der Niederlage gegen den FC Thun lecken die GC-Spieler ihre Wunden. Und Captain Salatic legt seinen Finger in eben diese.

Wieder Penaltyschiessen. Wieder im Cup. Wieder Milan Vilotic. Und wieder ist es der Serbe, der die Partie entscheidet. Allerdings nicht so, wie er sich das gewünscht hätte. Im Gegensatz zum Cupfinal vor einem halben Jahr lässt Vilotics Schuss vom Punkt den Gegner jubeln. «Das ist ein schwieriger Moment für mich, ich fühle mich wirklich schlecht. Es tut mir vor allem für unsere Fans leid.»

Salatic sauer

So knapp die Entscheidung, so verdient der Sieg der Thuner. Das wurde auch von den Zürchern anerkannt, in deren Spielanalyse aber nicht nur Ehrlichkeit, sondern auch eine ganze Portion Ärger mitschwang. Captain Veroljub Salatic sprach von einer «sehr schlechten Leistung. In 120 Minuten nur zweimal aufs Tor zu schiessen, das ist viel zu wenig für unsere Ansprüche. Das muss auch mal gesagt sein.»

Knatsch wegen Hajrovic

Einen Grund für die fehlende Offensivpower ortete Salatic in der Position von Izet Hajrovic. Der Mittelfeldspieler fand sich in der Rolle des Bankdrückers wieder, was Salatic so gar nicht verstehen konnte: «Dass man einen Spieler, der drei Millionen Marktwert hat, nur für die letzten fünf Minuten spielen lässt, und er dann auch noch keinen Elfmeter schiesst, das ist für mich sehr fragwürdig.»

Trainer Michael Skibbe entgegnete, er hätte seinen Kunstschützen vom Dienst gerne im Penaltyschiessen antreten lassen. Dieser habe aber abgelehnt. Für den Deutschen war denn auch nicht die Personalie Hajrovic matchentscheidend, sondern das Thuner Plastikspielfeld: «Auf dem gefrorenen Kunstrasen war es eine reine Rutschpartie. Da hat das Heimteam natürlich Vorteile. Aber dennoch hat Thun verdient gewonnen.»

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Fussball: Cup-Viertelfinal, Thun - GC («sportlive»)

6:29 min, vom 4.12.2013