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Barrage-Rückspiel gegen Vaduz Thun braucht ein «halbes Brügglifeld-Wunder»

Die Berner Oberländer stehen nach dem 0:2 im Barrage-Hinspiel mit dem Rücken zur Wand. Es droht der erste Abstieg seit 2008.

Ernüchterung bei Nicolas Hasler und Ridge Munsy nach dem Hinspiel in Vaduz.
Legende: Dem Druck nicht standgehalten Ernüchterung bei Nicolas Hasler und Ridge Munsy nach dem Hinspiel in Vaduz. Freshfocus

Mit statistischen Facts ist es ja immer so eine Sache. Es gibt solche, die sprechen für etwas, und solche, die dagegen sprechen. Und je nach Standpunkt pickt man sich dann jenen raus, der am meisten Grund zur Hoffnung gibt.

Im Falle des FC Thun ist die Sache mit der Hoffnung im Hinblick auf das Barrage-Rückspiel am Montag (ab 18:15 Uhr bei SRF im Liveticker) gar nicht so einfach. Nach der 0:2-Niederlage in Vaduz ist klar, dass die Berner 2 Tore schiessen müssen, um sich zumindest in die Verlängerung zu retten. Aber:

  • Thun gewann in dieser Saison nur 4 Spiele mit einem Resultat, mit dem es im Barrage-Rückspiel mindestens eine Verlängerung geben würde.
  • Um den ersten Abstieg seit 2008 zu verhindern, müsste Thun zum 4. Team werden, welches in der Barrage trotz Niederlage im Hinspiel siegt.

Und als wäre die Ausgangslage für die Berner Oberländer angesichts der Hinspiel-Hypothek nicht schon schwierig genug, lastet auf dem Super-League-Vertreter wohl ohnehin der grössere Druck. Ein Druck, dem Thun in Vaduz nicht gewachsen war, wie Marc Schneider nach der Niederlage im «Ländle» zu Protokoll gab.

Es braucht ein halbes Xamax-Wunder

Abgerechnet wird aber bekanntlich am Schluss. Das hat den Thunern in der abgelaufenen Saison bereits einmal in die Karten gespielt. Nach einer desolaten Hinrunde mit mickrigen 9 Punkten schien der direkte Abstieg praktisch festzustehen. Dann aber avancierte das Schneider-Team zum drittbesten Team der Rückrunde – auch dank Siegen gegen YB, St. Gallen und Basel.

In der heimischen Stockhorn-Arena hat Thun in diesem Kalenderjahr keines seiner 9 Heimspiele verloren (7 Siege, 2 Remis). Mit den Liechtensteinern reist allerdings eine äusserst solide Auswärts-Mannschaft an. Nur eines ihrer letzten 13 Spiele in der Fremde haben die Vaduzer verloren.

Die Liechtensteiner gehen als 4. Team mit einem 2-Tore-Vorsprung ins Rückspiel. Xamax und Sion hatte dieser in der Vergangenheit gereicht. Im vergangenen Jahr aber verspielte Aarau gegen Xamax im Brügglifeld ein 4:0 aus dem Hinspiel. Thun würde am Montag im Berner Oberland bereits ein halbes «Brügglifeld-Wunder» helfen.

SRF zwei, sportlive, 3.8.2020, 20:10 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Wyss  (Whitee)
    Einerseits mag ich Thun als Klub sehr.
    Aber falls sie es sportlich halt nicht schaffen wäre der Aufstieg von Vaduz wohl auch verdient. Wir werden sehen was passiert!
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Ich finde wenn schon Barrage, dann auch mit Auswärts-Tor-Regel. My 2 Cents..... ;-))
  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    Lieber Fc Thun schickt den Fc Vaduz mit einer 4:0 Packung ins Ländle zurück und in die Ferien. Die Fans des Bsc wären sehr traurig, wenn der kleine Bruder aus dem Oberland nicht mehr in der Super League spielt. Ich drücke euch beide Daumen
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Lieber FC Vaduz, schick den FC Thun in die Challenge League und in die Ferien! Die Fans des FSCG, des FCB und der anderen Vereine (ausser Berner/innen mit ihrem Kantönligeist) wären sehr glücklich, wenn der Partner mit der tollen Nachwuchsarbeit (vor allem für Schweizer Spieler) und den Geldbeiträgen und dem schmucken Naturrasen-Stadion wieder in der Super League spielen würde. Und, lieber FC Vaduz, so oder so viel Glück und gutes Durchalten (leider ohne Ferien) in den EL-Qualispielen!
    2. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      @ Graf: Das sie einen Gegenkommentar schreiben, war ja sowas von klar! Sie können mir glauben, dass nicht nur die Fans der Young Boys, den Fc Vaduz nicht in der Super League sehen wollen.. Es wäre doch sehr neu, wenn der Fc Vaduz als Talentschmiede des Schweizer Fussballs bekannt ist!
    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @Josef Graf - (LOL) ich glaube nicht dass Ihnen tatsächlich das Mandat erteilt wurde, stellvertretend für die Fans sämtlicher Fussballvereine ausserhalb des Kantons Bern als "Sprecher" zu fungieren.... ;-))