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Super League Basel und die mögliche Revanche für 2006

Bei einem Punktverlust der Young Boys zuhause gegen St. Gallen kann der FC Basel am Sonntag in der 32. SL-Runde mit einem Sieg beim FC Zürich vorzeitig Meister werden. Den Triumph ausgerechnet im Letzigrund zu feiern, ist für den FCB zusätzliche Motivation.

Legende: Video Macht Basel im Letzigrund alles klar? abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.05.2015.

Es war eine der bittersten Stunden in der Klub-Geschichte des FC Basel. Am 13. Mai 2006 sicherte sich der FC Zürich dank einem 2:1-Sieg im St. Jakobspark im Stadion des Erzrivalen den Meistertitel. Am Sonntag bietet sich dem FCB nun die Gelegenheit, sich für diese Schmach zu revanchieren und die sechste Meisterschaft in Folge im Letzigrund perfekt zu machen.

Dieses Kunststück ist den Baslern schon einmal gelungen. Am 30. Juni 1980 bezwangen sie den FC Zürich am zehnten und abschliessenden Spieltag der Finalrunde mit 4:2 und holten dadurch den letzten von sieben Kübeln unter dem legendären deutschen Trainer Helmut Benthaus.

Vier Basler Siege in Serie

Allerdings hat es der FCB dieses Mal nicht in den eigenen Händen. Um sich den Titel zu sichern, ist er auf Schützenhilfe des FC St. Gallen angewiesen. Nur wenn die Ostschweizer am Sonntag bei den zweitplatzierten Young Boys punkten, kann Basel alles klar machen.

Dass die Basler mit einem Sieg ihren Teil dazu beitragen, um sich im Letzigrund zum Meister zu krönen, scheint angesichts der letzten Direktduelle gegen den FC Zürich wahrscheinlich. Vier Begegnungen konnte der FCB zuletzt für sich entscheiden. Hinzu kommt die Heimschwäche der Zürcher. Seit Oktober 2014 und mittlerweile neun Spielen warten sie auf einen Sieg vor eigenem Anhang.

Calla warnt vor besonders motiviertem FCZ

Trotz der guten Ausgangslage gibt man sich bei den Baslern vor dem Duell mit dem FCZ vorsichtig. Die Gastgeber dürften unter den genannten Umständen speziell motiviert sein. «Ich bin sicher, dass der FCZ alles gibt, um uns nicht feiern zu sehen. Für sie gäbe es nichts Schöneres, als Basel zu schlagen», erklärt Davide Calla.

Meier: «Müssen noch einmal zulegen»

Für die Zürcher geht es nach einer misslungenen Rückrunde in erster Linie darum, den Europa-League-Platz zu verteidigen. «Es ist wichtig und nötig, dass wir noch einmal zulegen», stellt FCZ-Trainer Urs Meier klar. «Gegen Basel müssen wir während dem ganzen Spiel Vollgas geben, wenn wir die negative Heimserie beenden wollen.» Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es vor allem Tore. Und diese sind gerade zuhause Mangelware. In der Rückrunde gelang Zürich im eigenen Stadion nur ein Treffer.

Legende: Video Vor dem Klassiker FCZ - FC Basel abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus sportaktuell vom 08.05.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 08.05.15, 22:20 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die Partie zwischen Zürich und Basel können Sie am Sonntag ab 15:45 Uhr auf SRF zwei oder im Stream mitverfolgen.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Domenico, Zürich
    Liebes SRF Team Schön könnt ihr Zürcher euch für das Jahr 2006 freuen und immer wieder in Erinnerung rufen. Sonst habt ihr ja nicht viel zu lachen bei den stümperhaften Management im Fussball. Ich freue mich auf den 8. Meistertitel in den letzten 10 Jahren, den 6. in Serie und das ich das Euch unter die Nase reiben kann ;-)
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  • Kommentar von Max Frischknecht, Zürich
    Die Umstände wie in 2006 sind schon nicht ganz dieselben, von einer Revanche kann hier definitiv nicht geredet werden (da lachen ja die Hühner). Es ist ja schon länger klar, dass Basel wieder Meister wird im Gegensatz zu 2006, wo Zürich den Titel in extremis in der letzten Minute der Saison den Baslern gestohlen hat. Trotzdem müsste Basel natürlich nicht gerade hier Meister werden, das stimmt schon;)
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  • Kommentar von Heiri Müller, Zürich
    Eine Revanche für jenes Spiel wird kaum je möglich sein. Ob Zürich ein weiteres Mal zuhause verliert oder nicht, spielt jetzt keine so grosse Rolle mehr. Die Wunde jener Niederlage im Mai 2006 sitzt glaube ich tief in der Seele jedes Basler Fans. Zehn Sekunden vor Ende der Meisterschaft den Meistertitel zu verlieren haben die Basler Fussballer in erster Linie sich selber zuzuschreiben. Das Interview mit Trainer Christian Gross in Schockzustand gleich nach Spielschluss ist unvergesslich.
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    1. Antwort von Dennis, Oberwil BL
      Ich bin drüber weg, schon vergessen. Tolles Tor von Filipescu :)
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