Blutleerer FCZ taucht in Thun

Der FCZ verliert im Berner Oberland mit 0:4. Der Auftritt der Zürcher gegen stürmische Thuner war gelinde gesagt harmlos.

Mit Michael Kempter (21) und Aldin Turkes (20) als Startelfdebütanten zeigte sich Sami Hyypiä vor dem Anpfiff ziemlich mutig. Doch bei der Auswechslung von Ivan Kecojevic wirkte der FCZ-Coach nach nur 30 Minuten bereits ein wenig verzweifelt.

Thun rennt – der FCZ pennt

Vorangegangen war ein Thuner Sturmlauf, dem die Gäste aus Zürich nichts entgegenzusetzen hatten. Bereits nach 3 Minuten hatte Sven Joss‘ abgebrühter Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 geführt. Nach einer Serie hochkarätiger Chancen war es Dennis Hediger (22.), der allein vor FCZ-Goalie Yanick Brecher zum 2:0 einschob. Assistgeber Ridge Munsy stand dabei allerdings im Abseits.

«  Es war peinlich für mich, das mit anzusehen. »

Sami Hyypiä, FCZ-Trainer

Hyypiä übt sich in Zweckoptimismus

1:50 min, vom 1.5.2016

Auch ohne die zwei weiteren Treffer von Munsy (55. und 82.) wäre der Sieg der Hausherren nie gefährdet gewesen. Der FCZ brachte in 90 Minuten nur zwei mickrige Schüsse aufs Thuner Tor zustande. Erstmals unter Hyypiä haben die Zürcher zwei Ligaspiele hintereinander verloren und spüren den Atem des siegreichen FC Vaduz wieder unangenehm deutlich im Nacken.

Der Trainer des FCZ versuchte nach dem Schlusspfiff gar nicht erst, etwas zu beschönigen: «Es war peinlich für mich, das Spiel meiner Mannschaft mit ansehen zu müssen.» Trotzdem betonte der Finne, dass man vor Vaduz bleibe, sofern man alle verbleibenden Spiele gewinne. Doch wer den kraft- und ideenlosen Auftritt gegen Thun gesehen hat, muss für den FCZ im Abstiegskampf Schlimmes befürchten.

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