Das Treffen der Heimschwachen – und der Weggefährten

In Anbetracht seiner dürftigen Heimbilanz ist der FCZ nicht unglücklich darüber, in der 10. Runde ein weiteres Mal in der Fremde antreten zu können. Zupass kommt ihm, dass Gegner Luzern in dieser Saison im eigenen Stadion noch sieglos ist.

FCZ-Trainer Sami Hyypiä (links) und FCL-Trainer Markus Babbel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lautstark an der Linie FCZ-Trainer Sami Hyypiä (links) trifft auf seinen ehemaligen Teamkollegen Markus Babbel. EQ Images

In Sachen Heimschwäche können sich der FC Zürich und Luzern die Hand reichen. In der vergangenen Spielzeit schnitten die Limmatstädter in dieser Rubrik nur unwesentlich «besser» ab als die Innerschweizer. Sie erknorzten sich in der Meisterschaft aus 18 Partien 6 Siege (bei 9 Vollerfolgen auswärts) – der FCL 5 (versus 7).

«  Zu Arroganz besteht überhaupt kein Anlass. »

Markus Babbel
FCL-Trainer

Den letzten «Dreier» als Gastgeber buchten die Stadtzürcher nach zuvor 11 vergeblichen Anläufen am 29. Mai. Gleichentags konnte sich im Saisonfinale auch Luzern dank einem 3:0 gegen Sion mit seinem Anhang versöhnen.

Schnörkellos im Angriff, mangelhaft im Abschluss

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die Super-League-Partie FCL - FCZ können Sie am Sonntag ab 15:45 Uhr live auf SRF zwei, in unserem Stream sowie Ticker mitverfolgen.

Mit bislang erst je 2 Punkten aus 4 Heimauftritten hält die Baisse an. Dafür gewann die Elf von Markus Babbel immerhin schon 4 Mal auswärts – unter anderem im ersten Saisonvergleich mit dem FCZ nach einem Schlusssfurioso fulminant 5:2. Überhaupt blieben dem letztjährigen Cupsieger aus den letzten 5 Direktduellen nur 4 Zähler.

Babbel verweist dennoch auf einen Gegner von hoher Qualität. «Zu Arroganz besteht überhaupt kein Anlass», sagte der Deutsche gegenüber FCL.TV. So beobachtete er gegen Lugano trotz dem 0:0 ein schnörkelloses Offensivspiel. «Der FCZ liess Ball und Gegner sehr gut laufen und erarbeitete sich hochkarätige Möglichkeiten.»

Eigene Stärken in den Vordergrund rücken

Abgesehen von der fehlenden Kaltschnäuzigkeit will der neue FCZ-Coach Sami Hyypiä an die letzte Partie anknüpfen und in seinem 3. Super-League-Einsatz an der Seitenlinie die Siegpremiere feiern.

«  Wir sassen in einem Restaurant, als plötzlich Unbekannte mit einer Pistole hineinstürmten. »

Sami Hyypiä
FCZ-Trainer

Sami Hyypiä und Markus Babbel jubeln zusammen mit Teamkollegen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weggefährten bei Liverpools Uefa-Cup-Triumph 2001 Sami Hyypiä (links) und Markus Babbel (ganz rechts). Imago

Statt sich allzu sehr mit dem Gegner zu beschäftigen, legt der Finne den Fokus auf das eigene Spielsystem. «Denn ich bin überzeugt, dass wir damit gegen jeden Widersacher bestehen können.»

Freud und Leid bei Liverpool

Für Babbel und Hyypiä kommt es in Luzern auch zum Wiedersehen. Sie waren bei Liverpool Teamkollegen und bejubelten 2001 gemeinsam den Uefa-Cup-Triumph. Allerdings verbindet sie auch eine unschöne Story, wie sich Hyypiä gegenüber der Sportinformation erinnert: «Wir sassen in einem Restaurant, als plötzlich mehrere Unbekannte hineinstürmten und mit einer Pistole in das Lokal feuerten.» Die beiden überstanden den Kugelhagel vor 15 Jahren unverletzt.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 22.09.2015 22:20 Uhr

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FCL - FCZ 2:5 – Tore am Laufmeter im letzten Duell

6:42 min, aus sportaktuell vom 22.8.2015