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Der Dreikampf an der Spitze Das neue Label der Super League: Spannend, stabil, spassig

Wenn ab Samstag in der Super League der Ball wieder rollt, begegnen sich drei Teams auf Augenhöhe. Von Wahrscheinlichkeiten und Sonderfällen.

Ein Kombi-Bild mit drei Fussballern, die nach vorne stürmen.
Legende: Mit viel Zug nach vorn Felix Mambimbi (YB), St. Gallens Ermedin Demirovic und der Basler Fabian Frei jagen mit ihren Teams den Meistertitel. Keystone

In der vergangenen Saison ging Leader YB mit dem satten Polster von 19 Punkten in die 2. Hälfte. Die Fortsetzung der Meisterschaft wurde für die Berner auf ihrer Jagd nach zahlreichen Rekorden zum einsamen Schaulaufen. 7 Runden vor Schluss – so früh wie noch nie – war der Titel in Stein gemeisselt.

Ein Jahr später herrschen ganz andere Vorzeichen in der Super League. Der Fan scheint von der Langeweile erlöst worden zu sein. Gleich 3 Teams buchten bislang je 11 Siege und sind an der Tabellenspitze durch lediglich 3 Punkte getrennt. Seit 2013/14 – damals lagen sogar nur 2 Zähler zwischen den Top 3, und weitere zwei Mannschaften folgten mit je einem Punkt Rückstand – war die Liga nicht mehr so ausgeglichen.

Die Statistik als Spannungskiller

Die Young Boys, der FC Basel und das überraschende St. Gallen sind in dieser Reihenfolge die Hoffnungsträger für eine aufregende Rückrunde. Einen Dämpfer gibt es für die Spannungsfanatiker gleichwohl: In 12 der bislang 16 Super-League-Meisterschaften holte der Herbstmeister auch die Trophäe. Die Wahrscheinlichkeit, dass Gelb-Schwarz der Titel-Hattrick gelingt, liegt also bei 75 Prozent.

Erst 4 Mal vorgekommen: Ein Umsturz in der 2. Super-League-Hälfte

Saison
Herbstmeister
ZweiterDifferenzMeisterZweiterDifferenz
2012/13GrasshoppersBasel4 Punkte
BaselGrasshoppers3 Punkte
2010/11LuzernBasel1 PunkteBaselZürich
(Luzern 6.,
25 Pkt. Rückstand)
1 Punkte
2009/10Young Boys
Basel7 PunkteBaselYoung Boys
3 Punkte
2005/06BaselZürich8 PunkteZürichBasel0 Punkte
(Tordifferenz: +5)

Doch geniessen wir den aktuellen Nervenkitzel, und nehmen wir kurz vor der Fortsetzung des Titelkampfs den rivalisierenden Dreizack unter die Lupe:

  • 1. Young Boys – 38 Punkte

Der personell ausgedünnte und stark beanspruchte Meister konnte sich im Dezember gerade noch über die Ziellinie schleppen. Es spricht für YB, dass es trotz eines markanten Umbruchs seines Kaders im letzten Sommer und grossen Verletzungssorgen (zeitweise fehlten 9 Akteure, darunter mehrere Leistungsträger) seinen Status als Nummer 1 im Land halten konnte.

Die Entwicklung in St. Gallen zeigt, dass dort etwas vorhanden ist, das passt.
Autor: Gerardo SeoaneYB-Trainer über den Rivalen

Und es ist gleichzeitig ein Warnsignal an die Konkurrenz, wenn es heisst, dass etwa Fabian Lustenberger und Miralem Sulejmani in der Winterpause zurückkehrten und dass die Comebacks von Sandro Lauper und Mohamed Ali Camara für Februar vorgesehen sind.

  • 2. FC Basel – 36 Punkte

Stabilität: So lautet das Zauberwort am Rheinknie. Der Herausforderer FC Basel bewegt sich definitiv wieder in ruhigeren Gewässern. Trainer Marcel Koller kann sich darauf konzentrieren, was seiner Kernkompetenz entspricht. Nämlich eine Mannschaft weiterzuentwickeln. Das Kader des früheren Serienmeisters wurde längst nicht so durchgeschüttelt wie jenes von YB. Die Basler verblieben als einziger Schweizer Vertreter in der Europa League und sind auch hierzulande wieder mit mehr Lust am Werk. Denn sie spüren, dass sie am Spitzenreiter dran sind.

  • 3. FC St. Gallen – 35 Punkte

Der Meistertitel des FC St. Gallen – übrigens unter dem heutigen FCB-Coach Koller – vor mittlerweile exakt 20 Jahren glich einem Erdbeben im Schweizer Fussball. Nun haben die Ostschweizer mit erfrischenden Leistungen die Basis geschaffen, um wieder von einer solchen Sensation träumen zu dürfen. Die Schützlinge des unaufgeregten Peter Zeidler an der Seitenlinie sind die Küken der Liga. Die 10 am meisten berücksichtigten Feldspieler waren im Durchschnitt 21,8 Jahre alt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA ist YB-Coach Gerardo Seoane voll des Lobes für den Konkurrenten: «Die Entwicklung in St. Gallen zeigt, dass dort etwas vorhanden ist, das passt.» Trainer, Mannschaft, alle gingen in die gleiche Richtung. Die St. Galler seien darum ein ernstzunehmender Konkurrent. «Sie haben die jüngste Equipe und besitzen deshalb wohl auch das grösste Potenzial», glaubt Seoane. Gefordert ist vom FCSG nach einer überdurchschnittlichen Vorrunde die Bestätigung – eine tückische Aufgabe.

Die Super-League-Fortsetzung bei SRF

Wie gewohnt tickern wir auf srf.ch/sport sowie in der Sport App jeden Match, anschliessend berichten wir darüber und liefern schnell eine Spielzusammenfassung.

SRF zwei zeigt jeweils am Sonntagnachmittag die Partie der Runde und liefert ab 18:00 Uhr in der Sendung «Super League – Goool» eine kompakte Übersicht über das Geschehen. Den Auftakt im Programm macht am Sonntag ab 15:45 Uhr das Schlagerspiel Young Boys - FC Basel.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 23.01.2020, 06:15 Uhr

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