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Super League FC Luzern: Das grosse Rumoren in der Winterpause

Sportchef weg, Topskorer weg, fleissigster Spieler weg. Doch der FC Luzern machte in der turbulenten Winterpause aus der Not eine Tugend. Wir rekapitulieren, was bei den Innerschweizern zum Rückrundenstart alles neu ist.

Legende: Video Michael Frey: «Ich kann Luzern mit meinen Toren helfen» abspielen. Laufzeit 04:20 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 02.02.2016.

Der jüngste Paukenschlag kam für einmal ohne Ansage. Denn die internen Unruhen drangen nicht nach aussen.

Trotzdem erstaunt der erneute Aktionismus auf dem Posten des FCL-Sportchefs nicht. Vielmehr reiht er sich nahtlos ein in die Geschehnisse der Vergangenheit. Denn impulsive Entscheide und schwelende Machtkämpfe gehörten zuletzt zur Innerschweiz wie «rüüdig» in den Wortschatz oder der Schmutzige Donnerstag als Fasnachts-Auftakt.

Neben Rolf Fringers abruptem Abgang war beim FCL in der Winterpause auch das Spielerkarussell am Rotieren. Wir verschaffen einen Überblick über die Ereignisse.

  • In rasender Kadenz fallen in Luzern die Sportchefs in Ungnade – dies ist bei Rolf Fringer nicht anders. Dem 59-Jährigen wird am 7. Januar fristlos gekündigt. Mit etwas Verzögerung rechtfertigt sich der Geschasste in den Medien, die Klubführung will keine schmutzige Wäsche waschen. Sie lastet Fringer weitgehenden Vertrauensverlust an.

Luzerns Sportchef-Verschleiss

Name
Amtszeit
Grund des Abgangs
Rolf Fringer
12 Monate
bis Jan. 2016
Fristlose Kündigung wegen unterschiedlicher Auffassung über die künftige strategische Ausrichtung.
Alex Frei
20 Monate
bis Dez. 2014
Die ständigen Machtkämpfe mit der Führung haben den Rekordtorschützen der Nati zermürbt. Zudem ist der Klub im sportlichen Krebsgang und überwintert als Schlusslicht.
Heinz Hermann
9 Monate
bis Feb. 2013
Kolportiert wird die Absurdität, dass Aktionär Bernhard Alpstaeg die Frisur Hermanns missfällt. Offizielle Begründung: Der Geschasste konnte die Anforderungen nicht erfüllen.
  • Die Hiobsbotschaft von Dario Lezcanos Wegzug nach Ingolstadt erreicht den FCL noch vor der Abreise ins Trainingslager. Mit dem heissblütigen Paraguayer fällt der Topskorer weg (9 Meisterschaftstore in der Vorrunde).
  • Das Zentrum wird weiter geschwächt: Mittelfeldspieler Remo Freuler setzt seine Karriere mit 23 Jahren in der Serie A bei Atalanta Bergamo fort. Er verpasste in der Vorrunde nicht eine einzige Einsatzminute.

Für beide Seiten eine Win-Win-Situation.
Autor: Michael FreyLuzerner Winterzuzug
  • Mit Markus Neumayr vom FC Vaduz steht prompt ein Nachfolger bereit. Damit erfüllt sich der Wunsch von Trainer Markus Babbel doch noch. Denn dieser stichelt: «Ich hatte Markus schon im Sommer auf dem Radar. Doch unser damaliger Sportchef wollte ihn plötzlich nicht mehr.»
  • Das Engagement von Mittelfeldakteur Christian Schneuwly wäre auch früher vorgesehen gewesen. Doch vor einem Jahr machte der FCZ das Rennen. Ab jetzt gibt es die Schneuwlys wieder im Doppelpack.
  • Michael Frey komplettiert die Zuzüge. Nach langer Verletzungspause will der Stürmer seine Karriere neu lancieren. Er sagt: «Meine Verpflichtung ist für beide eine Win-Win-Situation.»
  • Die Ausgangslage: Der FCL konnte sich in der ersten Meisterschaftshälfte sportlich festigen und greift als Tabellenvierter an. Zudem hegt er als Halbfinalist auch Ambitionen im Cup.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Zwei gewichtige Abgänge wurden mehr als nur kompensiert. Wenn es einen sogenannten "Winter-Transfersieger" geben würde, dann wäre das, meiner Meinung nach, der FC Luzern. Das kann noch eine richtig tolle Saison geben (bis jetzt ja auch nicht schlecht) für den FCL (Cupsieger und/oder zweiter Platz!). Sollte der FCL am Sonntag Punkt(e) in Basel holen, würde mich das nicht überraschen.
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