FC Luzern: Diesmal mit Schwung in die Saison

Der FC Luzern hat den Anspruch, seinen 3. Rang aus der Saison 2015/16 bestätigen zu können. Abweichen wollen die Innerschweizer dagegen vom krassen Fehlstart in den letzten beiden Jahren.

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Lustenberger: «Nicht wieder von Anfang an hinterherhinken»

2:39 min, vom 21.7.2016

Gut möglich, dass dem FC Luzern am Samstag in Lugano beim Auftakt in die Meisterschaft die Knie zittern. Denn die Spieler haben keine angenehmen Erinnerungen daran, wie sie zuletzt aus den Startlöchern gekommen sind – oder eben nicht:

  • 2014/15: Nach 5 Runden hat der FCL mickrige 3 Punkte auf dem Konto. Es kommt noch schlimmer: Der 1. Sieg in der Super League folgt erst in der 14. Runde (!).
  • 2015/16: 5 Zähler nach ebenso vielen Runden zeugen von erneuten Anlaufschwierigkeiten. Zwar wahren die Luzerner in den ersten 3 Partien ihre Ungeschlagenheit, bleiben danach aber 2 Mal vor eigenem Anhang ohne Ausbeute.

Nicht von ungefähr betont Captain Claudio Lustenberger, dass vieles von einem guten Start abhänge. «Es ist wichtig, dass wir nicht wieder von Anfang an hinterherhinken.» Vielleicht hilft für das Vorhaben der Aberglaube nach dem Motto «verpatzte Generalprobe, erfolgreiche Premiere.» Denn Luzern feierte bemerkenswerte Testspielsiege gegen Kaiserlautern, Schalke und Monaco, unterlag zuletzt aber dem unterklassigen Schaffhausen.

Eine Einheit mit noch mehr Substanz

Lustenberger attestiert der Mannschaft viel Potenzial. «Wir wollen an die Rückrunde anknüpfen. In dieser zeigten wir Qualität und Konstanz», sagt der Verteidiger. Das Team sei eingespielt und gezielt verstärkt worden. «Die Neuen passen zu uns und können unser Spiel optimieren», ist der 29-Jährige überzeugt.

«  Ricardo Costa reisst mit seiner Einstellung und Leidenschaft die anderen Spieler mit. »

Remo Gaugler
FCL-Sportkoordinator

Den namhaftesten Zuzug betrifft Ricardo Costa, einstiger CL-Sieger und Nationalspieler Portugals, der indes schon 35-jährig ist. Sportkoordinator Remo Gaugler unterstreicht gegenüber der NLZ die Bedeutung Costas: «Alle, die meinen, er sei hier, um seine Karriere ausklingen zu lassen, denen sei gesagt: Er reisst mit seiner Einstellung und Leidenschaft die anderen Spieler mit.»

Luzerns Bilanz seit 2006 und dem Wiederaufstieg

Saison
Schlussklassierung
Punkte Hin/Rück
Europa League
2015/163. Rang
26/28
2014/155. Rang
13/342. Qualirunde out
(gg. St. Johnstone FC)
2013/144. Rang32/19
2012/138. Rang18/24Playoff out
(gg. Genk)
2011/122. Rang31/23
2010/116. Rang33/153. Qualirunde out
(gg. Utrecht)
2009/104. Rang29/29
2008/099. Rang12/23
2007/086. Rang17/27
2006/078. Rang19/14

Die EL nicht als Hemmschuh

Die Routine von Costa soll dafür sorgen, dass Luzern die Doppelbelastung mit Super League und Europacup endlich besser verkraftet. Es fällt auf, dass sich der FCL bei seinen letzten Anläufen auf der internationalen Bühne in der Schweizer Meisterschaft besonders schwertat. Diesmal stellt Sassuolo Calcio die vorletzte Hürde auf dem Weg in die EL-Gruppenphase dar.

Porträt von Ricardo Costa im FCL-Tenü. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ricardo Costa Auch mit 35 Jahren noch immer hungrig. Keystone

Luzerns Kadermutationen

Zuzüge: Ricardo Costa (Granada), Cedric Itten (Basel/leihweise), Tomi Juric (Roda Kerkrade), Simon Grether (Wohlen), Omar Thali (zurück von Kriens), Haxhi Neziraj (zurück von Schaffhausen), Jonas Omlin (zurück von Le Mont), Stefan Knezevic, Ruben Vargas, Simon Enzler (alle U21)
Abgänge: Nico Brandenburger (Gladbach/Leihende), Michael Frey (YB/Leihende), Lorenzo Bucchi (Aarau), Samed Yesil (Liverpool/Leihende), Clemens Fandrich (Erzgebirge Aue), Yannick Schmid (Wohlen/leihweise), Luka Sliskovic (Winterthur/leihweise), Sebastian Schachten (FSV Frankfurt), Cristian Ianu (Muri)

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Super League

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