Forte: «Geld spielte überhaupt keine Rolle»

Die Young Boys haben Uli Forte am Sonntagnachmittag offiziell als neuen Trainer präsentiert. Der scheidende GC-Coach begründete seinen überraschenden Wechsel mit fehlender Wertschätzung von Seiten der Grasshoppers. GC-Präsident André Dosé zeigte sich ob dieser Äusserung enttäuscht.

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TV-Hinweis

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Der künftige YB-Trainer Uli Forte nimmt im Gespräch Stellung zu seinem plötzlichen Abschied von GC und den Herausforderungen in Bern. Am Montag ab 22.25 Uhr in der «sportlounge» auf SRF zwei.

Uli Forte präsentierte sich im Stade de Suisse erstmals als neuer YB-Trainer - nur wenige Stunden nach seinem letzten Auftritt an der Seitenlinie der Grasshoppers. Der 39-jährige Zürcher beklagte sich vor allem über fehlende Wertschätzung von seinem Ex-Klub.

Fehlendes Vertrauen bei den Zürchern

«Ich besass bei GC einen Vertrag bis 2014 und hätte erwartet, dass der Klub auf mich zukommt und versucht, die Ausstiegsklausel herauszunehmen. Aber das ist nicht passiert», so Forte. Hätte der GC-Staff unmittelbar nach dem Cup-Sieg vor 2 Wochen den Vertrag mit ihm verlängern wollen, hätte er unterschrieben.

Das bei GC offenbar fehlende Vertrauen spürte Forte dagegen bei den Young Boys. «Die Berner haben mir gegenüber mit dem Dreijahresvertrag ein ganz klares Zeichen gesetzt. Es ist ein Vertrauensbeweis. Das war es, was ich bei GC ein wenig vermisst hatte», begründete Forte seinen Wechsel. Zudem sagte er, dass Platz 2 und der Cup-Sieg kaum noch «zu toppen» gewesen wären.

Forte: «Keine Angst vor Erwartungen»

Gleichzeitig stellte der 39-Jährige klar, dass das Gehalt bei seinen Überlegungen sekundär war. «Das Geld spielte überhaupt keine wichtige Rolle», so Forte. Vor den grossen Erwartungen in der Hauptstadt hat der neue Trainer keine Angst. «Die Erwartungen waren auch bei GC gross. Der Unterschied ist aber, dass die Mittel bei YB sehr viel grösser sind.»

Dosé: «Bin sehr enttäuscht»

Was GC-Präsident André Dosé von seinem ehemaligen Trainer aus Bern vernahm, erstaunte diesen. «Ich bin sehr enttäuscht. Er ist nicht bei den Fakten geblieben», stellte Dosé klar. «Ich glaube nicht, dass irgendein Trainer eine so grosse Wertschätzung genossen hat wie er.» Doch der ehemalige Crossair-CEO wollte auch nicht alte Geschichten aufwärmen. «Wir schauen nach vorne», so Dosé. In eine Zukunft ohne den Erfolgscoach.