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Super League GC vor dem ultimativen Härtetest

Mitten in einer sportlichen Krise klammert sich GC an seine starke Heimbilanz. Am Samstag gegen den FC Basel wird sich weisen, was diese effektiv wert ist.

Caio vergräbt sein Gesicht unter dem Trikot.
Legende: Zum Wegschauen Diese Geste von Caio verrät, was aktuell von den Leistungen der Grasshoppers zu halten ist. EQ Images
  • 2:0, 2:1, 4:1, 2:1, 3:2

Dies ist die stolze Serie der Grasshoppers an Heimsiegen. Noch nie mussten sie in dieser Saison im Letzigrund Federn lassen (ganz im Gegenteil zur desolaten Auswärtsbilanz mit 0 Punkten aus 7 Anläufen).

Wenn GC also am Samstag den Leader FC Basel zum Spiel der 12. Super-League-Runde empfängt, kann es sich auf seine Unantastbarkeit im eigenen Stadion berufen.

  • 2:4, 0:4, 0:5

Doch bei GC geistern auch diese jüngsten Resultate aus Meisterschaft (in Sitten und bei YB) sowie aus Cup (ebenfalls in Bern) im Kopf herum – und sie suggerieren gleichermassen Formtief wie Besorgnis.

Basel: Besser und gefestigter

«GC hat zu wenig Substanz. Es wird eng werden für die Zürcher in dieser Saison», sagte Experte Andy Egli am Mittwoch nach der Cup-Ohrfeige im SRF-Studio. Folglich gilt es die noch beispiellose Heimbilanz zu relativeren – umso mehr beim Blick auf den Gegner.

Der FCB hat mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto (32 vs. 15). Und der souveräne Leader musste sich in dieser Saison in der Meisterschaft noch nie bezwingen lassen. Auch die Ausfälle der kranken Daniel Höegh, Renato Steffen sowie Alexander Fransson dürften zu verschmerzen sein. Denn ganz im Gegensatz zum jungen und ausgedünnten GC-Kader ist der Meister breit aufgestellt.

Das «leichtere» Pensum als Rettungsanker

Obschon beim Team von Trainer Pierluigi Tami zuletzt Zerfallserscheinungen erkennbar waren, stellt die Führungsebene in Abrede, dass Panik herrschen würde. Verwaltungsrat Georges Perego verwies auf das happige Programm zum Auftakt des 2. Meisterschaftsviertels mit Sion, YB und Basel. Danach folgen bis zur Winterpause lauter Spiele gegen die etwas einfacheren Gegner. Spätestens dann müsse das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlagen.

Apropos: In der Meisterschaft 2015/16 trotzte GC dem grossen FC Basel stolze 6 Punkte ab – alle in der Fremde errungen. Aber in dieser Saison ist eben nichts mehr wie damals.

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorma», 23.10.2016 18:15 Uhr

Im Ticker am Ball

Verfolgen Sie das 12.-Runden-Spiel GC - FCB am Samstag ab 20:00 Uhr hier bei uns im Liveticker.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    Die Aussage von Egli "Zuwenig Substanz" ist nicht ganz richtig. Da ist schon Substanz, aber es braucht auch einen Trainer und dessen Staff, die in der Lage sind aus derSubstanz etwas Brauchbares zu formen. Eine stabilere Abwehr zum Beispiel erreicht Tami nicht damit, dass er von Spiel zu Spiel andere Leute einsetzt. Auch in Sachen System ist seit Wochen keine klare Linie zu erkennen. Noch ist die Meisterschaft nicht in der Hälfte angelangt; aber Handlungsbedarf ist angesagt.
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