Gelassene Berner, gelöste Basler

Nach einem perfekten Saisonstart ist YB ins Straucheln geraten. Gegen GC und am Sonntag auch gegen Basel setzte es je eine 1:2-Niederlage ab. Trainer Uli Forte nimmt es gelassen. Beim FCB macht sich Erleichterung breit.

YB (mit Raphaël Nuzzolo) musste zuletzt zweimal als Verlierer vom Platz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aus dem Gleichgewicht geraten YB (mit Raphaël Nuzzolo) musste zuletzt zweimal als Verlierer vom Platz. Keystone

Der tadellose Saisonauftakt mit 5 Siegen aus 5 Partien hat bei YB die Hoffnungen auf den ersten Meistertitel seit 1986 genährt. Die Euphorie ist nach den beiden 1:2-Niederlagen gegen GC und jüngst in Basel einer ersten Ernüchterung gewichen. Statt die Tabellenführung auszubauen, musste der Klub aus der Hauptstadt die «Hoppers» nach Verlustpunkten aufschliessen lassen. Auch der FCB liegt nur noch 3 Zähler zurück.

Forte: «Zeit, ins Detail zu gehen»

Uli Forte verfällt ob der Negativerlebnisse nicht in Panik. «Wir lassen uns deswegen nicht aus der Ruhe bringen. Wir müssen weiterarbeiten wie bisher und werden keine Experimente versuchen», erklärt der YB-Coach. Dabei kommt ihm die Nati-Pause gerade recht: «Wir haben Zeit, ins Detail zu gehen und Dinge aufzuarbeiten.»

Auch Goalie Marco Wölfli meint: «Wir müssen den Ball flach halten und dürfen nicht in Panik verfallen.»

Streller: «Alles im Lot»

Gelöster ist die Stimmung in Basel. Nach der souveränen Qualifikation für die Champions League ist der FCB auch in der Meisterschaft wieder auf Kurs. «Dieser Sieg war wichtig. Jetzt ist wieder ruhiger beim FC Basel», sagt Captain Marco Streller.

Eine Erklärung für den fast schon traditionellen Fehlstart seines Teams hat der Routinier indes nicht. «Ich weiss auch nicht, warum dies so ist. Aber wir lassen uns nicht so rasch aus der Ruhe bringen. Jetzt ist alles wieder im Lot.»