Hoarau: «Ich würde YB nicht für Basel verlassen»

Vor dem grossen Duell am Samstag lobt YB-Stürmer Guillaume Hoarau den FC Basel in den höchsten Tönen. Einen Wechsel kann sich der 32-Jährige aber trotzdem nicht vorstellen.

Guillaume Hoarau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lebemann mit Stil Guillaume Hoarau. Keystone

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TV-Hinweis

Wie sich YB gegen Basel schlägt, erfahren Sie am Samstag ab 19:35 Uhr live auf SRF zwei, srf.ch/sport sowie in der SRF-Sport-App.

Guillaume Hoarau, am Samstag steigt der Klassiker gegen den FC Basel. Die Vorfreude dürfte angesichts des grossen Rückstands von 15 Punkten etwas gedämpft sein …

Hoarau: Wir versuchen mitzuhalten und den Rückstand zu verkürzen. Aber das ist nicht so einfach. Wir sind noch nicht in der gleichen Kategorie wie der FCB. Es liegt viel Arbeit vor uns, um auch dorthin zu kommen. Daran müssen wir tagtäglich arbeiten. Seien es die Spieler, der Staff und der Klub ganz generell – wir müssen alle gemeinsam wachsen. Wir können viel vom FCB lernen, er ist nicht nur aufgrund der sportlichen Erfolge für Schweizer Klubs ein Vorbild.

«  Wir haben alle Lust, den FCB zu schlagen. »

Guillaume Hoarau

Können Sie das etwas ausführen?

Es ist wie in Frankreich, wo der PSG in den letzten Jahren dominiert hat. Heute können Nizza und Monaco mithalten, der Abstand ist etwas kleiner geworden. Natürlich spielt dabei das Budget eine Rolle, da hat der FCB etwas mehr Spielraum als wir. Wir dürfen aber nicht neidisch sein. Die Schweiz hat grosses Glück, über einen Champion wie Basel zu verfügen.

Hoarau rettet YB den Sieg in Lausanne

5:09 min, aus sportpanorama vom 27.11.2016

Ihnen persönlich lief es zuletzt hervorragend. Ist es nicht frustrierend, dass ihr Team dem FCB trotzdem dermassen hinterher hinkt?

Fussball ist ein Kollektivsport. Jeder versucht, sich in seinem Bereich zu verbessern. Aber klar sind wir alles ehrgeizige Fussballer mit einem Ego. Zweiter und damit erster Verlierer zu sein, macht nie Spass. Ich möchte dieses Jahr einen Pokal gewinnen. Im Cup haben wir unser Soll bislang erfüllt. Dass die Meisterschaft schwierig wird, wissen wir. Aber Matches sind da, um gewonnen zu werden. Das gilt auch für Samstag. Es wird bestimmt eine tolle Partie.

Ist die Brisanz angesichts des grossen Rückstandes eine andere?

An dieser Stelle vergleiche ich die Situation gerne noch einmal mit Frankreich. Jeder Klub bereitet sich anders vor, wenn er gegen den PSG spielt. Gegen Basel geht es immer auch um Prestige und Stolz. Wir haben alle Lust, den FCB zu schlagen. Das ist in dieser Saison noch niemandem gelungen, warum sollten wir nicht die Ersten sein? Es ist immer gut, sich mit den Besten zu messen.

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Zur Person

Guillaume Hoarau (32) wurde in La Réunion geboren und wechselte 2004 nach Frankreich zu Le Havre. Zwischen 2008 und 2013 stand der grossgewachsene Stürmer bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Nach kurzen Abstechern nach China und Bordeaux landete er 2014 bei den Young Boys. In Bern hält der Franzose diese Saison bei 15 Toren in 18 Spielen.

Der FCB hat Seydou Doumbia und Marc Janko, YB hat Sie. Welcher Klub hat denn nun den besten Stürmer?

Moment, vergessen Sie nicht Marco Schneuwly! (lacht) Im Moment bin ich zufrieden, wie es mir läuft. Es ist unsere primäre Aufgabe als Stürmer, Tore zu schiessen. Man kann uns aber nicht vergleichen, wir haben alle unterschiedliche Stile. Jeder macht seinen Job aktuell gut, ich denke beide Klubs können mit ihren Angreifern zufrieden sein.

Standen Sie schon einmal in Kontakt mit dem FCB?

Mein Name stand auf einer Liste von Stürmern, als der FCB nicht wusste, ob Marco Streller weitermachen würde. Seither gab es aber keine Berührungspunkte mehr. Und sowieso: Ich würde YB nicht für Basel verlassen. (grinst)

Fügt YB dem FCB die erste Saisonniederlage zu?

  • Ja, die Basler verlieren in Bern das erste Mal in dieser Super-League-Saison.

    61%
  • Nein, der FCB bleibt auch gegen die Young Boys ungeschlagen.

    39%
  • 4031 Stimmen wurden abgegeben

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 27.11.2016, 18:15 Uhr