Källström: «Der Schweizer Fussball ist besser als ihr denkt»

Er ist der neue Star im Mittelfeld der Grasshoppers: Kim Källström. Obwohl der Schwede noch im Hotel wohnt, hat er sich in Zürich gut eingelebt – und hofft auf den Derby-Sieg am Sonntag.

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GC-Captain Kim Källström vor seinem 1. Derby

3:32 min, aus sportaktuell vom 1.8.2015
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TV-Hinweis

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SRF zwei überträgt das Zürcher Derby zwischen dem FCZ und Källströms GC ab 15:45 Uhr live.

Hinter Sturmspitze Alex Frei hatte Kim Källström mit Stade Rennes einst die französische Liga aufgemischt, mittlerweile ist er via Olympique Lyon, Spartak Moskau sowie einem kurzen Gastspiel bei Arsenal bei GC angekommen. Eine überraschende Wahl, angesichts der Angebote aus den Top-Ligen.

Interessanter Klub mit interessantem Angebot

«In meinem Alter sind bei der Klub-Wahl verschiedene Faktoren entscheidend. GC ist ein interessanter Klub, der sich sehr um mich bemüht und mir ein gutes Angebot unterbreitet hat», so der bald 33-Jährige zu seinen Beweggründen. «Ich sah darin eine schöne Herausforderung für mich und eine gute Sache für meine Familie.»

«  Ich hoffe nicht, dass die Jungen zu mir aufschauen »

Kim Källström

Kim Källström über den Schweizer Fussball (Englisch)

1:06 min, vom 1.8.2015

Über die Schweiz und deren Liga habe er schon viel gewusst, und zwar nicht zuletzt dank zahlreichen Gesprächen mit seinem letztjährigen Trainerstab um Murat Yakin in Moskau. «Ihr Schweizer seht euren Fussball viel zu negativ», findet er. «Man sollte vielmehr stolz sein, wie viele Talente hier geformt werden und den Sprung in die grossen Ligen schaffen.» Zudem habe ja auch die Nati in den letzten Jahren zu überzeugen gewusst.

«Jeder muss Verantwortung übernehmen»

Die Frage, weshalb er sich für die Schweiz entschieden habe, findet der 120-fache schwedische Internationale darum ebenso ermüdend wie jene, welche Rolle er als Star im Ensemble der Grasshoppers einnehme.

Kim Källström über den Saisonstart und das Derby (Englisch)

0:46 min, vom 1.8.2015

Er fühle sich geehrt, zum Captain ernannt worden zu sein und natürlich wolle er das Team auf dem Platz führen - gerade in schwierigeren Momenten. «Aber draussen auf dem Feld spielt es letztlich keine Rolle, ob man alt oder jung ist und auf welcher Position man spielt. Jeder muss Verantwortung übernehmen.» Er hoffe denn auch nicht, dass die jungen Spieler zu ihm aufschauen.

Im Derby weiter Selbstvertrauen tanken

Was er hingegen hofft, ist, dass er mit seinem neuen Team am Sonntag im Derby triumphieren kann, schliesslich hat auch er von den fünf Niederlagen aus dem Vorjahr gehört. «Wir freuen uns auf dieses Spiel», so Källström, «und ein Sieg wäre natürlich sehr schön für unser Selbstvertrauen.»

Sendebezug: SRF 1, «sportaktuell», 01.08.2015, 22:20 Uhr

Källströms Karrierestationen

1999-2002
BK Häcken (Sd)
2002-2004Djurgardens IF (Sd)
2004-2006Stade Rennes
2006-2012Olympique Lyon
2012-2015Spartak Moskau
2014Arsenal (Ausleihe)
2015-GC