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Lindners Paraden beim 1:0 gegen Servette
Aus Sport-Clip vom 06.12.2020.
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Lindner plötzlich Nummer 1? Basler Goalie-Frage: Hält Sforza sein Nikolic-Versprechen?

Bei Basels Sieg über Servette war Keeper Heinz Lindner der gefeierte Mann. Dennoch droht ihm die Ersatzbank.

Reaktionsschnell in der 10. und 56. Minute gegen Alex Schalk, geistesgegenwärtig in der Schlussphase gegen Théo Valls: Zwar köpfelte Top-Transfer Pajtim Kasami Basel zum knappen 1:0-Sieg über Servette, doch Matchwinner war Keeper Heinz Lindner. Seine Paraden sorgten für Basels erste gegentorlose Partie in dieser Saison.

Dieses Urteil gab auch sein Genfer Pendant ab. «Sie haben nur wegen Lindner gewonnen», meinte Jérémy Frick. Torschütze Kasami verlieh seinem Goalie «die Note Zehn». Die Presse stimmte unisono ein Loblied auf den Österreicher an. In der Basler Zeitung gab es die Bestnote, der Blick kalauerte: «Das war Heinz A!»

Lindners Leistung führt nun wiederum dazu, dass beim FC Basel abermals die Torwart-Frage gestellt wird. Stammkeeper Djordje Nikolic verpasste die letzten 4 Partien wegen Corona und anschliessendem Trainingsrückstand.

Basel-Trainer Ciriaco Sforza hatte den Nummer-1-Status des 23-jährigen Serben vor der Partie gegen Servette noch einmal untermauert («Wenn er wieder fit ist, kehrt er ins Tor zurück») und liess sich auch nach dem 1:0 nicht in die Karten blicken:

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Sforza: «Goalie ist da, um Tore zu verhindern»
Aus Sport-Clip vom 06.12.2020.
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Doch Lindner, damals in der Abstiegssaison der Grasshoppers einziger positiv auffallender GC-Akteur, gab nun abermals ein Bewerbungsschreiben allererster Güte ab. Dazu kommt, dass Nikolic bislang alles andere als einen sattelfesten Eindruck hinterliess.

Seine Patzer im Cup-Final gegen YB, in der Europa League gegen Schachtar oder in der Meisterschaft gegen Vaduz liessen die Fans am Rheinknie den nach Montpellier abgewanderten Jonas Omlin noch sehnsüchtiger vermissen.

Die Ansprüche von Lindner dürften nicht eben kleiner geworden sein, wenngleich sich der 30-Jährige nach dem Sieg am Samstag gegenüber der Aargauer Zeitung in Floskeln flüchtete: «Ich versuche, da zu sein, wenn ich gebraucht werde, und der Mannschaft zu helfen [...] Wie es dann die nächsten Wochen aussieht, hat der Trainer zu entscheiden.»

Er fügte wenigstens noch hinzu: «Fakt ist aber auch, dass jeder Fussballspieler spielen will und so ist es bei mir natürlich auch.»

Radio SRF 3, Abendbulletin, 5.12.2020, 22:10 Uhr;

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